Das hat wirklich niemand erwartet: Opel hat dem Familien-SUV Frontera gerade kräftig den Preis gestutzt. 2.750 Euro weniger – das sind 11,1 Prozent unter der bisherigen Einstiegsschwelle. Die neue Start-Version kostet in Deutschland jetzt 21.990 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Zuvor lag die Einstiegsmarke bei 24.740 Euro. Die offizielle Mitteilung von Opel bestätigt sowohl den Preis als auch das Debüt eines neuen, nicht elektrifizierten Motors.
Das ist nicht allein eine abgespeckte Ausstattung. Unter der Haube arbeitet ein neuer 1,2-Liter-Turbobenziner mit 100 PS, gekoppelt an ein manuelles Sechsganggetriebe. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 5,9–6,1 l/100 km. Und hier wird's spannend: Der Frontera Hybrid mit 110 PS und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe genehmigt sich weniger – 5,3–5,4 l/100 km. Der Unterschied wirkt klein, summiert sich aber: rund 0,65 l/100 km, also etwa 98 Liter Benzin mehr auf 15.000 km.
Trotzdem wirkt der Start nicht wie eine reine Sparversion. Klimaanlage ist serienmäßig. Dazu kommen ein in sechs Richtungen verstellbarer Intelli-Seat-Fahrersitz, ein Parkpiepser hinten, ein Spurhalte-Warner und ein 10-Zoll-Digitalcockpit. Der Kofferraum fasst 460 Liter, mit umgeklappter Rückbank bis zu 1.600 Liter. Auch die Hybrid- und die Elektroversion bleiben in der Start-Palette erhalten.
Zufall? Kaum. Die Preissenkung fällt genau in eine Phase, in der Opel auf dem Heimatmarkt ohnehin kräftig zulegt: Die Neuzulassungen der Marke in Deutschland stiegen im ersten Quartal 2026 um 39 Prozent. Der Frontera Start ist also kein Abverkauf von Ladenhütern, sondern ein gezielter Vorstoß nach neuen Käufern. Wer auf Automatik und den niedrigeren Verbrauch des Hybrids verzichten kann, spart rund 2.750 Euro.