Man könnte erwarten, dass der elektrische Mercedes-Benz G 580 mit EQ-Technologie von aufwendigen Tuning-Maßnahmen verschont bleibt – doch Mansory beweist das Gegenteil. Das deutsche Atelier hat eines der provokantesten Projekte auf Basis der neuen elektrischen G-Klasse vorgestellt, das auf aggressives Styling und maximale visuelle Wirkung setzt.

Die Karosserie des SUV ist in Matt-Schwarz lackiert, was das Ausmaß der Modifikationen teilweise verbirgt. Das Fahrzeug verfügt über verbreiterte Radläufe, neu gestaltete Stoßstangen, neue Seitenschweller und eine Motorhaube aus dem typischen Mansory-Arsenal.

Vorne sorgen zusätzliche Tagfahrlichter, ein massiver Splitter mit Seitenleisten und ein neuer Kühlergrill mit dem Logo des Tuners für Aufsehen. Weitere LED-Blöcke sind oberhalb der Windschutzscheibe montiert, während hinten ein Spoiler und ein aggressiver Diffusor mit acht vertikalen Elementen auffallen. Das Interieur wirkt ebenso radikal.

Mercedes G 580 mit EQ-Technologie
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Der Innenraum ist fast vollständig mit leuchtend orangefarbenem Leder ausgekleidet, das Sitze, Türverkleidungen, Armaturenbrett und Mittelkonsole bedeckt. Geschmiedete Kohlefaser-Elemente und typische Mansory-Akzente kommen in der Verkleidung zum Einsatz und bilden einen scharfen Kontrast zu den strengen Linien der Außenkarosserie.

Die technischen Spezifikationen bleiben unverändert. Der Mercedes G 580 ist mit vier Elektromotoren ausgestattet, die zusammen 580 PS und 1.164 Nm Drehmoment liefern. Er beschleunigt in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bietet eine WLTP-Reichweite von bis zu 470 km und verfügt über eine 116-kWh-Batterie, die Laden mit bis zu 200 kW unterstützt.

In den USA beginnt das Basismodell bei etwa 161.500 Dollar, ohne die Mansory-Modifikationen. Dieses Projekt zeigt deutlich, dass selbst Premium-Elektrofahrzeuge zum Ziel auffälliger Tuning-Maßnahmen werden, bei denen visuelle Extravaganz oft die Kernidee der Nachhaltigkeit übertrumpft.