Eine globale Analyse der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zeigt ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Ländern. Laut Benchmark Mineral Intelligence belegt die Niederlande weltweit den Spitzenplatz bei der Dichte an Ladepunkten – auf fünf Elektroautos kommt dort eine öffentliche Station. Diese Sättigung sorgt für hohe Verfügbarkeit, auch wenn der Anteil schneller Ladestationen im Land noch gering ist.

China auf Platz zwei der Dichterangliste

China folgt dicht dahinter mit einem Verhältnis von 9:1, doch beim Thema Technologie sieht es anders aus. Fast die Hälfte der Infrastruktur besteht dort aus Schnellladestationen. Diese Konzentration von Hochleistungspunkten bedient den weltweit größten Elektroauto-Fuhrpark und schafft einen qualitativen Unterschied zu anderen Märkten. Europa, darunter Italien, Spanien und Frankreich, liegt bei 10 bis 13 Fahrzeugen pro Ladepunkt, während die USA mit einem Verhältnis von 31:1 deutlich zurückfallen.

Indien als am schnellsten wachsender Markt

Besondere Beachtung verdient Indien, wo das Tempo des Netzausbaus am beeindruckendsten wirkt. Innerhalb von zwei Jahren ist die Ladeinfrastruktur um etwa 130 Prozent gewachsen, und 2025 starteten mehrere nationale Betreiber groß angelegte Expansionsprojekte. Trotz einer noch relativ niedrigen Basis verzeichnet das Land ein stetiges Wachstum und strebt danach, sich unter den globalen Spitzenreitern zu positionieren.

Fazit

Der weltweite Vergleich der Ladeinfrastruktur bestätigt, dass jedes Land seinen eigenen Entwicklungspfad wählt: Die Niederlande setzen auf maximale Zugänglichkeit, China auf Ladegeschwindigkeit, Europa auf schrittweisen Ausbau und Indien auf einen rasanten Aufschwung. Diese Unterschiede prägen die künftige Wettbewerbslandschaft in der Elektromobilität und beeinflussen direkt die Nutzerfreundlichkeit von Elektroautos.