Zeekr bereitet sich auf sein großes Europa-Debüt vor. Ein erster Schritt ist die Sichtung eines 7GT-Prototyps auf Straßen nahe Barcelona. Die knapp fünf Meter lange elektrische Shooting Brake will in eine Segment vordringen, das bisher von der Mercedes-Benz CLA, dem Volkswagen ID.7 und der NIO ET5 dominiert wird. Das Auftauchen des getarnten Fahrzeugs auf spanischen Straßen bestätigt, dass die Markteinführung in Europa unmittelbar bevorsteht.

Antrieb und technische Fähigkeiten

Die auf einer 800-Volt-Architektur basierende Zeekr 7GT bietet eine der schnellsten Ladegeschwindigkeiten auf dem Markt. Mit einer Spitzenleistung von 480 kW kann sie unter realen Bedingungen in nur zehn Minuten bis zu 340 Kilometer Reichweite nachladen. Die LFP-Batterievariante benötigt dreizehn Minuten für einen Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent, während die NCM-Variante sechzehn Minuten braucht.

Drei Versionen bilden eine breite Modellpalette: Das heckangetriebene Core mit einer 75-kWh-Batterie bietet eine WLTP-Reichweite von 519 Kilometern. Die Long-Range-Version mit 100-kWh-Batterie kommt auf 655 Kilometer. Das Topmodell Privilege mit zwei Motoren leistet 646 PS und beschleunigt in 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Design und Positionierung

Die Shooting-Brake-Form unterstreicht den dynamischen Charakter des Wagens. Bei einer Länge von 4,817 Metern und einem Radstand von 2,9 Metern zeichnet sich die Silhouette durch eine lange Dachlinie, tiefe Sitzposition und breite Proportionen aus. Das Lichtdesign, versteckte Türgriffe und stromlinienförmige Stoßstangen verbessern die aerodynamische Effizienz. Dieser Punkt ist entscheidend, um die Reichweite beim Schnellladen zu maximieren.

Zeekr 7GT
B. Naumkin

Anhand von Testfahrzeugen lässt sich erkennen, dass die Europa-Version auf das LiDAR-Modul verzichtet, das beim chinesischen 007 GT-Modell verbaut ist. Dies deutet auf eine angepasste Konfiguration der Fahrerassistenzsysteme hin, um EU-Anforderungen zu erfüllen.

Preise und Markteinführungspläne

Die auf der Brüsseler Automesse bekanntgegebenen Preise positionieren das Modell als eines der günstigsten Premium-Elektrofahrzeuge seiner Klasse. Die Basisversion startet bei 45.990 Euro, die Long Range bei 50.990 Euro und das Topmodell Privilege bei 57.490 Euro. In Spanien wird eine ähnliche Preisstrategie erwartet. Allerdings könnte das Potenzial des Fahrzeugs durch die Infrastruktur begrenzt sein, da derzeit nur eine geringe Anzahl Ladestationen Geschwindigkeiten über 300 kW unterstützt.