Acura bereitet einen umfassenden Neustart im Elektrofahrzeugsegment vor. Nachdem der ZDX kein Publikum fand, führt die Marke den 2027 RSX ein – das erste E-Auto von Acura, das nicht auf einer GM-Plattform basiert, sondern auf einer eigenen Honda-Architektur. Dieses Modell wird das erste der 0-Series-Familie und das erste elektrische Acura-Modell sein, das in den USA im neuen EV-Zentrum in Ohio gefertigt wird.

Der RSX nutzt die Honda-0-Series-Plattform mit Leichtbauweise, Megacasting, Strukturbatterie und optimierter Aerodynamik. Acura setzt auf hohe Effizienz und große Reichweite, doch genaue Spezifikationen wie die Batteriekapazität bleiben unklar. Die Architektur unterstützt 800-Volt-Systeme, wobei diese Technologie für die ersten Modelle möglicherweise noch nicht verfügbar sein wird.

Das Auto zeigt eine elegante Silhouette mit coupéartigem Profil, die an den Mustang Mach-E und Tesla Model Y erinnert. Obwohl das Interieur noch nicht enthüllt wurde, bestätigte Acura das neue Asimo-OS-Infotainmentsystem mit tiefgreifenden KI-Funktionen, natürlicher Sprachsteuerung und vollständigen Over-the-Air-Updates.

Acura RSX Konzept
acura.com

Unter der Haube startet der RSX mit einem Allradantrieb mit zwei Motoren. In Testfahrzeugen gab Honda eine Motorleistung von bis zu 241 PS an, was theoretisch eine maximale Gesamtleistung von etwa 480 PS bedeuten würde. Die endgültige Leistung wird jedoch durch die Batteriekapazität begrenzt sein. Zu den Hardware-Features gehören eine Doppelquerlenker-Vorderachse und Brembo-Vorderbremsen, was auf eine fahrerorientierte Ausrichtung hindeutet.

Vehicle-to-Load (V2L) ermöglicht das Betreiben externer Geräte, während ein standardmäßiger NACS-Anschluss die Kompatibilität mit Teslas Ladeinfrastruktur sicherstellt. Die Abmessungen des RSX werden in etwa denen des Model Y und Mach-E entsprechen – ein logischer Schritt, um in diesem wichtigen Segment konkurrenzfähig zu sein.

Die Produktion soll 2026 starten, mit Verkaufsbeginn in der zweiten Jahreshälfte. Der RSX kommt vor seinen Plattformpartnern, dem Honda-0-Series-SUV und der 0-Series-Limousine, die nun auf 2027 verschoben wurde. Der Preis wurde noch nicht bekannt gegeben, wird aber voraussichtlich unter der 66.000-Dollar-Schwelle des ZDX liegen. Damit könnte Acura seine Wettbewerbsfähigkeit in der Elektroauto-Klasse zurückgewinnen.