Stellantis startet Preiskampf mit Rabatten für Neuwagen in Frankreich
Stellantis hat die Strategie geändert und bietet aggressive Rabatte, wie den Fiat Pandina für 9.990 Euro. Tesla, Ford und MG folgen mit Preissenkungen.
In Frankreich hat ein neuer Preiskampf begonnen, angeführt von Stellantis. Der Konzern hat seine Strategie drastisch geändert: Er hat die Politik hoher Margen aufgegeben und setzt wieder auf aggressive Rabatte. Das auffälligste Beispiel ist der Fiat Pandina, der bei Inzahlungnahme eines alten Fahrzeugs für 9.990 Euro zu haben ist. Dieser Preis schien lange für Neuwagen unerreichbar, doch Stellantis hat ihn wieder in den vierstelligen Bereich gebracht und damit den Markt erschüttert.
Die Gründe liegen auf der Hand: Die Verkäufe in Frankreich bleiben unter dem Vorkrisenniveau, die Autohäuser sind übervoll, und Käufer zögern ihre Entscheidungen hinaus. In diesem Umfeld funktioniert die Strategie „höherer Preis, weniger Verkäufe“ nicht mehr. Stattdessen setzt Stellantis nun auf Volumen, was sofort eine Kettenreaktion bei den Wettbewerbern auslöste. Tesla aktivierte seinen Boost-Rabatt und senkte den Preis des Model 3 auf 33.090 Euro nach staatlichen Förderungen. Ford verringerte den Preis des Explorer um fast 9.000 Euro, während der Mach-E um bis zu 10.000 Euro günstiger wurde. MG, ohnehin auf Erschwinglichkeit ausgerichtet, ging noch weiter und bietet den S5 Long Range ab 26.990 Euro an.
Sogar Marken, die offiziell Rabatte vermeiden, lockern ihre Haltung – Renault gewährt erhebliche Vorteile beim Scenic, um dem Marktdruck entgegenzuwirken.
Die Frage, die sich nun in Spanien stellt, ist, ob das Land Frankreich folgen wird. Die Lage ist ähnlich: schwache Nachfrage, hohe Preissensibilität der Käufer und beträchtliche Lagerbestände. Sollte sich die Strategie von Stellantis als erfolgreich erweisen, wird Spanien mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnliche Aktionen erleben. Für Käufer bedeutet dies die Chance, erstmals seit Jahren auf echte Rabatte zu verhandeln, auch bei Elektrofahrzeugen.