Der GMC Sierra für 2027 soll umfassende Neuerungen bringen – vom Design und Interieur bis hin zu aktualisierten Antrieben. Eine aktuelle Beobachtung an einem Prototyp überrascht jedoch selbst Experten: Der Pick-up könnte einen klassischen Zündschlüssel zurückholen.

Ein Spionagefoto eines Testfahrzeugs zeigt ein Pappschild mit der Aufschrift „Zum Ausschalten – Schlüssel drücken und drehen“. Zwar sind das Zündschloss und der Schlüssel auf dem Bild nicht zu sehen, doch das Etikett, das auch auf Französisch vorhanden ist, wirft Fragen auf. Unklar bleibt, ob es sich um eine prototypspezifische Besonderheit handelt oder um eine geplante Rückkehr zu einem konventionellen Start-System.

Denkbar wäre auch ein Wechsel zu einem schlüssellosen „Brake to Start“-System. Diese Technologie, die GM bereits in Elektrofahrzeugen nutzt, startet das Auto automatisch, wenn das Bremspedal gedrückt wird – sofern der Schlüsselanhänger an Bord ist. Bei Verbrennermodellen wie dem Sierra 1500 kam dieses Verfahren jedoch noch nicht zum Einsatz.

2019 hatte GMC den Schlüssel in den meisten Ausstattungsvarianten abgeschafft; mit dem Facelift 2022.5 wurde der Startknopf dann serienmäßig. Eine Rückkehr zum physischen Schlüssel wäre daher überraschend, gerade in einer Zeit zunehmender Digitalisierung.

Sollte GMC den Schlüssel tatsächlich wieder einführen, wäre das ein ungewöhnlicher Schritt. Er könnte sich an professionelle Nutzer richten, die Einfachheit und Zuverlässigkeit schätzen. Möglich ist aber auch, dass es sich lediglich um eine vorübergehende Maßnahme während der Testphase handelt. In jedem Fall lohnt es sich, diese Entwicklung im Auge zu behalten.