Die Geländetauglichste Version des Toyota Land Cruiser Prado, die Altitude-Ausstattung, hat für das Modelljahr 2026 ein bedeutendes Update erhalten. Zur Serienausstattung kommt nun ein Reifendruckkontrollsystem hinzu, das speziell auf seine 18-Zoll-Felgen und Toyo-All-Terrain-Reifen abgestimmt ist. Diese Verbesserung der Offroad-Fähigkeiten wurde umgesetzt, ohne den Preis dieser speziellen Ausstattungslinie zu erhöhen. Allerdings wurde die gesamte Prado-Palette zum 1. Januar aufgrund einer inflationsbedingten Preisanpassung um 700 Dollar teurer.

Was ist neu für das Modelljahr 2026?

Die zentrale Neuerung ist die Einführung eines TPMS, das speziell für die Altitude-Konfiguration entwickelt wurde. Bislang war diese Technologie nur für die VX- und Kakadu-Versionen verfügbar, die 20-Zoll-Räder nutzen. Jetzt erhält die Altitude erstmals eine vollwertige Drucküberwachung, die in ihrer Funktionalität dem geländefokussierten Lexus GX550 Overtrail entspricht.

Toyota Prado Altitude
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Nach der Januar-Preisanpassung kostet die Altitude nun 93.400 Australische Dollar. Wichtig ist, dass die Ausstattung ihr vollständiges Offroad-Paket behält. Dazu gehören All-Terrain-Reifen, eine Differentialsperre hinten, ein abkoppelbarer Stabilisator vorne, schwarze Akzente außen, ein Schiebedach und die zweifarbigen Lackierungen Tanami Taupe und Ningaloo Blue. Im Kern bleibt die Altitude also dasselbe Paket, das auf echtes Offroad-Fahren ausgerichtet ist, gewinnt aber eine entscheidende technische Verfeinerung hinzu. In der Praxis bedeutet dies, dass sich das Verhalten von Reifen und Fahrwerk auf felsigem und sandigem Terrain besser vorhersagen lässt.

Wettbewerb

Im Vergleich zu Konkurrenten, die auf anspruchsvolle Geländeaufgaben spezialisiert sind, nimmt der Prado Altitude 2026 nun eine stärkere Position im mittleren Premium-Segment ein. Der Lexus GX550 Overtrail punktet zwar weiterhin mit mehr Leistung sowie fortschrittlicherer Elektronik und Fahrwerksabstimmung. Das aktualisierte Altitude-Modell bietet nun aber erstmals einen kompletten Satz grundlegender Werkzeuge zur Radzustandsüberwachung. Das ist ein entscheidender Faktor beim Fahren mit reduziertem Reifendruck im Gelände, wo All-Terrain-Reifen ihr volles Potenzial entfalten.

Der Ford Everest Wildtrak setzt stark auf moderne Fahrerassistenzsysteme und ein ausgefeiltes Multimedia-System. Seine Offroad-Architektur verzichtet jedoch auf einen abkoppelbaren vorderen Stabilisator und bietet keine so präzise, auf All-Terrain-Reifen abgestimmte Reifendruckkontrolle. Auf schwierigem Untergrund wirkt der Prado, insbesondere nach diesem Update, wie das selbstbewusstere Werkzeug.

Der neue Mitsubishi Pajero Sport überzeugt weiterhin durch Preis und Zuverlässigkeit. Er kann aber bei der technologischen Flexibilität seines Fahrwerks und seinen Möglichkeiten zur Reifendruckregulierung nicht mithalten. Damit bleibt er ein eher traditioneller Offroader.

Der Nissan Patrol Y62 gehört nach wie vor zu den stärksten und robustesten Vertretern im Segment. Er setzt auf rohe Traktion und Komfort statt auf elektronische Präzision in der Fahrwerksregelung. In puncto echter Offroad-Funktionalität fühlt sich die Altitude nun moderner und technisch versierter an. Insgesamt hat sich der aktualisierte Prado Altitude spürbar der Premium-Offroad-Klasse angenähert. Er bewahrt dabei erfolgreich seine eigene, einzigartige Kombination aus Erschwinglichkeit, Praktikabilität und Einsatzbereitschaft für echte Geländeszenarien.