BYD setzt erneut technologische Maßstäbe. Chinesische Medien berichten über die Entwicklung von Ladesäulen der zweiten Generation, die bis zu 2.100 kW leisten können. Damit verdoppelt sich die Leistung im Vergleich zu den aktuellen 1.000-kW-Stationen, die bereits in nur fünf Minuten etwa 400 Kilometer Reichweite liefern. China bleibt damit führend in der Elektromobilität und ihrer Infrastruktur. BYD hatte als erster Hersteller die Megawatt-Flash-Charging-Technologie eingeführt: 1.000 A, 10C-Laden und ein halbes Tausend Megawatt-Stationen landesweit.

Nun arbeitet das Unternehmen an einem noch leistungsfähigeren System. Es soll bis zu 1.500 A und im Standardmodus bis zu 1.500 kW liefern. Durch Leistungsverteilung über mehrere Kabel sind sogar Spitzenwerte von 2.100 kW möglich. Diese Zahlen übertreffen selbst die Ambitionen von Huawei, das zuvor 1,5-MW-Stationen in Aussicht gestellt hatte. Parallel entwickelt BYD günstigere Versionen mit 200 bis 600 kW für den Massenmarkt.

Solche hohen Leistungen setzen allerdings Fahrzeuge voraus, die mit der Stromstärke umgehen können. Aktuelle Modelle wie der Han L und Tang L nutzen bereits eine 1.000-V-Architektur und zeigen Potenzial für Schnellladung. Dennoch baut BYD die Infrastruktur offenbar für künftige Modelle aus, die fast so schnell laden sollen, wie Verbrenner tanken.

Für den globalen Markt bedeutet das: Sollte BYD diese Technologie in Serie bringen, steht ein neuer Wettlauf um die Ladeleistung bevor – und damit neue Standards für Elektroautos.