Rivian steht kurz vor dem Marktstart des R2, dem bisher wichtigsten Elektro-Crossover des Unternehmens. Das Fahrzeug soll eine erschwinglichere Alternative zu den Premium-Modellen R1S und R1T sein und die Marke im Massenmarkt etablieren. Derzeit durchläuft der R2 die finale Testphase, bei der er extremen Bedingungen ausgesetzt wird. Ingenieure sprechen dabei von Belastungen, die mehreren Fahrzeugleben entsprechen. Getestet wird der Elektro-Crossover bei Temperaturen von -42 bis +50 Grad Celsius – von der arktischen Kälte Alaskas bis zur Gluthitze des Death Valley. Zudem werden Tests in Sand, Wasser, beim Abschleppen und unter Dauerbelastung durchgeführt.

Leistungsmäßig kann der R2 fast mit seinen größeren Brüdern mithalten: Er beschleunigt in 3,0 Sekunden von 0 auf 60 mph und bietet eine Reichweite von über 300 Meilen. Rivian betont, dass die Testphase bessere Ergebnisse liefert als erwartet, insbesondere was die Zuverlässigkeit des Antriebsstrangs und die Widerstandsfähigkeit der Elektronik gegenüber äußeren Einflüssen angeht.

Mit einem Startpreis von 45.000 US-Dollar ist der R2 das günstigste Modell von Rivian und könnte die Antwort der Marke auf den Model 3 sein. Der Hersteller erwartet, dass dieses Modell für erhebliche Absatzzahlen sorgen wird, denn es kostet fast die Hälfte des R1S und spricht eine Kundschaft an, die bisher Premium-Elektro-Crossover vielleicht nicht in Betracht gezogen hat.

Allerdings betritt Rivian den Markt in einer Zeit, in der das Interesse an Elektrofahrzeugen nachlässt und die Nachfrage nach Hybriden steigt – eine Herausforderung, der sich Tesla 2017 beim Start des Model 3 nicht stellen musste. Trotzdem könnte der R2 ein Schlüsselprodukt werden, das Rivian von einem Nischenhersteller zu einem ernsthaften Konkurrenten im Massenmarkt transformiert.