Neue Standards werden vier Schlüsselaspekte der Fahrzeugsicherheit abdecken.

1. Sicheres Fahren

Hier bewertet man die Wirksamkeit elektronischer Fahrerassistenzsysteme wie Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat und Notbremsassistent. Im Fokus stehen eine verbesserte Mensch-Maschine-Interaktion, die Minimierung von Risiken durch Fahrerfehler und die Automatisierung von Fahrzeugsteuerungsprozessen.

2. Unfallvermeidung

Dieser Bereich beurteilt moderne Kollisionsvermeidungssysteme, etwa mit Fußgänger- und Radfahrererfassung, Toter-Winkel-Überwachung und automatischer Hindernisbremsung. Entscheidend sind dabei die Genauigkeit von Sensoren und Kameras, die Zuverlässigkeit von Datenverarbeitungsalgorithmen sowie eine rechtzeitige Reaktion auf Kollisionsgefahren.

3. Insassenschutz

In dieser Phase erfolgen detaillierte Tests passiver Sicherheitssysteme wie Airbags, Gurte und Karosseriestrukturen, die Aufprallenergie absorbieren sollen. Aktualisierte Anforderungen adressieren insbesondere Frontalcrash-Tests bei niedrigen Geschwindigkeiten, einen verbesserten Schutz für ältere Passagiere und Kinder sowie die Benutzerfreundlichkeit der Sicherheitssysteme.

4. Rettung nach einem Unfall

Hier werden Funktionen und Systeme bewertet, die die Evakuierung von Verletzten erleichtern und Rettungsdienste unterstützen. Dazu zählen einfacheres Türöffnen, eine schnelle Batterieabschaltung in Elektrofahrzeugen und automatische Notsignale, die Einsatzkräften eine rasche Reaktion ermöglichen.

Insgesamt stellen diese Reformen Autohersteller vor erhebliche technische und wirtschaftliche Herausforderungen, da sie kostspielige Innovationen und deutliche Verbesserungen der Bauteilqualität erfordern. Die neuen Euro-NCAP-Standards entwickeln sich damit zu einem entscheidenden Faktor für die Marktkonkurrenzfähigkeit, der Unternehmen zu innovativen Lösungen und einem höheren Nutzerschutz antreibt.