Während viele Autohersteller auf riesige Displays und minimalistisches Interieur setzen, verfolgt MINI einen ausgewogeneren Kurs. Der neue Designchef der Marke, Holger Hampf, hat deutlich gemacht, dass MINI nicht vollständig auf Touchscreens umsteigen oder physische Bedienelemente ganz abschaffen wird.

Hampf betont, dass die richtige Balance zwischen digitaler Technologie und traditionellen Bedienelementen entscheidend ist. Eine Überdigitalisierung, so seine Ansicht, droht die Individualität und die emotionale Bindung zwischen Fahrer und Auto zu verlieren. MINI war schon immer auf emotionale Ansprache ausgelegt, und dieses analoge Element bleibt Teil seiner DNA. Dennoch verschließt sich das Unternehmen nicht modernen Lösungen.

Das Herzstück des Interieurs bleibt das 2023 eingeführte 9,4-Zoll-OLED-Runddisplay. Es hat sich zum Markenzeichen neuer MINI-Modelle entwickelt und vereint Multimedia-Funktionen mit markanten Interface-Grafiken. Künftig will die Marke die Software und Ergonomie weiter verfeinern, während das ikonische runde Displayformat erhalten bleibt.

Doch das Cockpit wird nicht vollständig berührungsgesteuert. Physische Knöpfe und Schalter werden weiterhin eine wichtige Rolle spielen. In der Praxis ist das bedeutsam, weil der Markt genug hat von Tablets auf Rädern. Zurück zu einer durchdachten Mischung aus Bildschirm und echten Knöpfen ist kein Rückschritt, sondern ein vernünftiger Ansatz. Für Käufer ist das wichtig, denn MINI setzt auf Emotion und Charakter – Eigenschaften, die sich allein über eine Touchscreen-Oberfläche nur schwer vermitteln lassen.