Tesla bereitet in den USA den Start des ersten Vehicle-to-Grid-Programms vor. Es trägt den Namen Powershare Grid Support und wird den Cybertruck zu einem Teil des Stromnetzes machen. In Pilotregionen von Texas, die von CenterPoint und Oncor versorgt werden, können Besitzer dann Energie aus der Batterie des Pick-ups während Spitzenlastzeiten ins Netz einspeisen. Als Gegenleistung erhalten sie Gutschriften auf ihrer Stromrechnung. Für die Teilnahme sind ein Powershare-Kit, der Tesla Electric Drive Tarif und eine Aktivierung über die App erforderlich.

Tesla Cybertruck
A. Krivonosov

Mit seiner 123 kWh-Batterie bietet der Cybertruck eine Kapazität, die neun Powerwall-Einheiten entspricht. In der Praxis bedeutet das: Er kann innerhalb von Millisekunden auf Netzspitzen reagieren und ist damit weitaus effektiver als stationäre Heimspeichersysteme. Diese Ereignisse werden selten und ohne Vorankündigung auftreten. Tesla rät daher, das Fahrzeug zu Hause angeschlossen zu lassen und die Powershare-Parameter so einzustellen, dass die maximale Energieverfügbarkeit gewährleistet ist.

Texas wurde als Testmarkt gewählt, weil sein unabhängiges ERCOT-Netz und die hohe Volatilität ideale Bedingungen für V2G-Tests vor einer breiteren Einführung bieten. Die nächste Phase wird Kalifornien sein. Dort bereiten sich die Versorger PG&E, SCE und SDG&E bereits auf den Start ähnlicher Programme vor.