Honda nutzt Google-Dienste für besseres Fahrerlebnis
Honda bestätigt Google Assistant in Schlüsselmodellen für Japan. Steuern Sie Klima, Navigation und mehr mit Sprachbefehlen. Erfahren Sie mehr über den Branchentrend.
Honda hat offiziell bestätigt, dass Google Assistant und verwandte Google-Dienste in Schlüsselmodellen für den japanischen Markt integriert werden – konkret im Civic, Prelude, CR-V und Accord. Diese Entscheidung ist Teil eines breiteren Branchentrends, bei dem Autohersteller von komplexen eigenen Betriebssystemen weggehen und stattdessen auf etablierte Technologieplattformen setzen. Renault ging diesen Weg bereits mit dem 5 E-Tech vor, und dessen Erfolg hat Honda effektiv inspiriert, nachzuziehen, indem die Schnittstellen- und Ökosystementwicklung an Google delegiert wird.
Für Fahrer bedeutet das einen deutlichen Sprung im Nutzererlebnis. Ein einfaches „OK Google“ erlaubt nun die Steuerung von Klimaeinstellungen, Multimedia, Navigation, vernetzten Geräten und Informationsabfragen, ohne durch Menüs navigieren zu müssen. Google Maps wird zum eingebauten Navigationssystem und bietet Echtzeit-Verkehrsdaten, Points of Interest und gespeicherte Routen – selbst ohne Smartphone-Verbindung.

Honda hat bereits erste Fahrzeuge mit dieser neuen Funktionalität präsentiert. Civic und Prelude verfügen über ein 9-Zoll-Multimedia-Display, der CR-V hat ein ähnliches Setup, und der Accord sticht mit einem 12,3-Zoll-Bildschirm hervor. Diese Erweiterung der Schnittstellen-Fähigkeiten stellt die Modelle auf eine Stufe mit neuesten Elektroauto-Konkurrenten wie dem Renault 5 E-Tech, bei dem Google-Dienste besonders betont werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Prelude JDM, der einen ikonischen Namen wiederbelebt und nun mit einem modernen Google-Digitalpaket ausgestattet ist. Die beliebte ON Limited Edition-Serie ist bereits ausverkauft, was das Marktinteresse unterstreicht. Die zentrale Frage bleibt jedoch offen: Wird das Google-Paket auch in Exportversionen für Europa und die USA verfügbar sein?
Hondas Wechsel zum Google-Technologie-Stack spiegelt einen breiteren Trend wider. Autohersteller erkennen zunehmend, dass die Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Bequemlichkeit fertiger digitaler Plattformen den Versuch, eigene Betriebssysteme zu entwickeln, deutlich überwiegen.