US-Automobilhersteller haben rund 40 Milliarden Dollar an Investitionen in Elektrofahrzeuge abgeschrieben. Grund dafür ist die Aufhebung von Bundesvorgaben, die einen festen Anteil an E-Auto-Verkäufen vorschrieben. Die Biden-Regierung hatte ursprünglich angestrebt, diesen Anteil bis 2030 auf 50 Prozent zu erhöhen, doch neue regulatorische Entscheidungen haben diese Regeln gekippt.

Trotzdem steigen große Unternehmen nicht aus der Elektromobilität aus. Der Grund liegt in der Notwendigkeit, Gesetze in einzelnen Bundesstaaten einzuhalten, vor allem in Kalifornien. Dort müssen bis 2035 alle Verkäufe elektrisch sein, wobei der E-Anteil ab diesem Jahr bei 36 Prozent liegt. Elf weitere Bundesstaaten haben ähnliche Vorschriften übernommen.

General Motors schrieb im Januar 6 Milliarden Dollar ab und passte seine Verkaufspläne an. Zuvor hatte das Unternehmen das Ziel von 1 Million E-Autos pro Jahr bis 2030 verfolgt. Jetzt schätzt GM die mittelfristige Nachfrage auf 5 bis 10 Prozent des Marktes. Im Jahr 2025 wurden in den USA 1,27 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft, was einem Marktanteil von 7,8 Prozent entspricht.

Ford hat mehrere Elektroprojekte gestrichen, darunter den F-150 Lightning und einen großen SUV. Stattdessen entwickelt der Hersteller eine neue Universal-EV-Plattform mit einem Zielpreis von 30.000 bis 35.000 Dollar. Damit will Ford seine Position im Segment der städtischen Elektroautos stärken.

Insgesamt treiben die Automobilhersteller ihre Elektroinitiativen trotz der Änderungen in der Bundespolitik weiter voran. Getrieben werden sie dabei vom globalen Wettbewerb und den regionalen Marktanforderungen.