Audi-Chef Gernot Döllner hat erklärt, dass Verbrennungsmotoren mindestens bis in die 2030er Jahre im Modellprogramm der Marke bleiben werden. Er begründet dies mit rückläufigen Elektroauto-Verkäufen in den USA und anhaltender Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, was eine flexiblere Strategie erfordert.

Ursprünglich hatte Audi geplant, bis 2033 vollständig auf Elektroantriebe umzusteigen, doch das Unternehmen hat nun starre Fristen aufgegeben. Döllner wies darauf hin, dass der US-Markt weiterhin auf SUVs und Pick-ups mit Verbrennern setzt. In China und Europa entwickeln sich Elektrofahrzeuge zwar schneller, doch auch hier wächst das Interesse an Hybriden und Reichweiten-erweiterten Versionen.

In den kommenden Jahren wird Audi bestehende Plattformen für Benzin- und Hybridmodelle weiterentwickeln und den Hybridisierungsgrad erhöhen. Ganz neue Plattformen für Verbrennungsmotoren sind derzeit nicht vorgesehen. Eine Entscheidung über die potenzielle Entwicklung der nächsten Generation solcher Architekturen könnte jedoch Anfang der 2030er Jahre fallen, falls die Nachfrage anhält.

Kompaktmodelle wie der A3 und kleinere Fahrzeuge bilden eine Ausnahme: In Europa und China sollen sie im frühen Teil des nächsten Jahrzehnts vollelektrisch werden. Damit werden künftige Audi-Modelle mit verschiedenen Antriebsarten angeboten. Das Unternehmen plant, separate Plattformen für Elektrofahrzeuge und Verbrenner-Modelle beizubehalten, da dieser Ansatz als weniger kompromissbehaftet gilt.