Renault stellt neue Elektroarchitektur und Modelle vor
Renault präsentiert die RGEV Medium 2.0-Plattform mit 800-Volt-Technik für schnelles Laden und bis zu 750 km Reichweite. Erfahren Sie mehr über die neuen Mégane und Scenic.
Renault hat die Schlüsseltechnologien vorgestellt, die die Grundlage für die nächsten Generationen von Mégane und Scenic bilden werden. Das Herzstück ist die neue elektrische Architektur RGEV Medium 2.0, deren Serienproduktion für 2028 geplant ist. Die Plattform setzt auf ein 800-Volt-System, das die Verkabelungsmasse deutlich reduziert und Batterieladungen in nur zehn Minuten ermöglicht. Die verfügbare Batteriereichweite deckt sowohl Optionen mit hoher Energiedichte für bis zu 750 km WLTP-Reichweite als auch günstigere Varianten ab – beide Versionen sind dank einer Zelle-zum-Karosserie-Konstruktion kompatibel.
Die Plattform unterstützt nicht nur Crossover, sondern auch flache Kombis und Monovolumen-Fahrzeuge und holt damit das MPV-Format zurück in die Modellpalette von Renault. Dieser Schritt reagiert auf die europäische Nachfrage angesichts des wachsenden Wettbewerbs durch chinesische Marken. Renault startet zudem offiziell seine eigenen Range-Extender-Hybride: Ein kompakter Verbrennungsmotor-Generator aus dem Joint Venture Horse mit Geely soll eine Gesamtreichweite von bis zu 1.400 km ermöglichen.

Ein neuer Renault-Elektromotor mit 266 PS wird die aktuellen Einheiten ersetzen und auf der Autobahn bis zu 93 % Wirkungsgrad liefern. Er soll 20 % günstiger sein, auf seltene Erden verzichten und an Vorder- oder Hinterachse montiert werden können.
Die neuen Mégane und Scenic werden zu vollwertigen Software Defined Vehicles mit zentraler Computerarchitektur, schneller Over-the-Air-Update-Infrastruktur und fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen. Modelle wie Captur und Austral auf der RGMP-Plattform entwickeln sich derweil mit aktualisierten Hybridantrieben weiter.
Renault plant in den nächsten fünf Jahren 22 neue Modelle für Europa, davon 16 vollelektrisch. Bis 2030 will die Marke Verbrennungsmotoren in Europa auslaufen lassen und nur noch Hybride als Übergangstechnologie anbieten.