Renault räumt Fehler bei Entwicklung des Elektro-Megane E-Tech ein
Renault gesteht Fehler in der Batterieauswahl für den Megane E-Tech ein. Das Update 2026 bringt LFP-Batterien und CTB-Technologie. Erfahren Sie mehr über die Pläne.
Renault hat einen Fehler bei der Entwicklung des Elektro-Megane E-Tech eingeräumt. Laut dem technischen Direktor Philippe Brunet entschied sich das Unternehmen zu früh für die Batteriechemie – ganze vier Jahre vor Markteinführung des Modells. Dadurch war der Elektrowagen bei seinem Start teilweise bereits veraltet, insbesondere was die Ladeleistung betrifft.
Das Modell nutzt NCM-Batterien (Nickel, Kobalt, Mangan) von LG Energy Solution. Renault hat seine Vorgehensweise inzwischen geändert: Die endgültige Technologieauswahl soll künftig nicht mehr als zwei Jahre vor dem Marktstart eines Fahrzeugs erfolgen.
Das Unternehmen betont, dass die schnellen Fortschritte in der Branche Flexibilität erfordern. Entscheidungen, die zu früh getroffen werden, können dazu führen, dass ein Auto noch vor Verkaufsstart an Relevanz verliert – ein Problem, mit dem auch andere europäische Hersteller zu kämpfen hatten.
2026 soll der Megane ein Update erhalten und voraussichtlich auf LFP-Batterien umsteigen. Parallel entwickelt Renault zwei Batterielinien: High Energy und Affordable, mit schrittweise steigender Energiedichte bis 2030. Geplant ist auch der Einsatz von CTB-Technologie (Cell-to-Body), bei der Batteriezellen direkt in die Karosseriestruktur integriert werden, um die Effizienz zu verbessern.
Dieser Fall zeigt deutlich, wie dynamisch sich der Markt für Neuwagen entwickelt, bei dem Batterien und Technologie neben klassischen Fahrzeugeigenschaften zu entscheidenden Faktoren werden.