Mazda erwägt den Einstieg in die Hochleistungs-Elektropickup-Klasse, geht dabei aber einen ungewöhnlichen Weg. Statt ein Fahrzeug von Grund auf neu zu entwickeln, könnte das Unternehmen eine bestehende chinesische Plattform nutzen.

Das Vorhaben hängt mit der vertieften Zusammenarbeit zwischen Mazda und Changan zusammen, aus der bereits mehrere Gemeinschaftsmodelle hervorgegangen sind. Dazu gehören die Limousine Mazda 6e und der bevorstehende Crossover CX-6e, beide basieren auf chinesisch entwickelten Plattformen.

Jetzt richtet sich der Fokus auf den ungewöhnlichen Deepal E07-Pickup. Es handelt sich dabei nicht um einen klassischen Lastwagen, sondern um einen Transformer, der dank seiner anpassungsfähigen Karosserie sowohl als SUV als auch als Pickup fungieren kann.

Der Deepal E07 verfügt über einen Elektroantrieb mit bis zu 600 PS, der eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in etwa 3,9 Sekunden ermöglicht. Mit einer Reichweite von rund 550 km ist das Modell nicht nur kraftvoll, sondern auch alltagstauglich.

Deepal E07

Für Mazda würde dieses Projekt einen deutlichen Bruch mit der traditionellen Philosophie bedeuten. Die Marke ist bekannt für effiziente und ausgewogene Fahrzeuge, nicht für extreme Pickups.

Das Interesse an solchen Modellen wächst, insbesondere in Australien, wo kraftvolle und vielseitige Fahrzeuge gefragt sind. Den Erfolg ähnlicher Projekte haben bereits BYD und Ford demonstriert, die den Hybrid- und Elektropickup-Sektor aktiv entwickeln.

Derzeit wird das Vorhaben noch diskutiert, ohne dass eine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Dass Mazda einen solchen Schritt überhaupt in Betracht zieht, zeigt jedoch eine strategische Neuausrichtung und die Bereitschaft, die gewohnten Grenzen zu überschreiten.