Tesla FSD in Europa: HW3-Hardware blockiert autonomes Fahren
Tesla-Besitzer in Europa sind frustriert, da Full Self-Driving (FSD) nicht für HW3-Hardware verfügbar ist. Sammelklagen und rechtliche Probleme belasten das Unternehmen.
Die Einführung von Full Self-Driving (FSD) in Europa sorgt für Frustration unter Tesla-Besitzern. Der Kern des Problems: Fahrzeuge mit HW3-Hardware unterstützen die neue Autopilot-Version nicht – entgegen früherer Zusagen. HW3 bezeichnet die Hardware-Generation, die Tesla für Autopilot und FSD in seinen Fahrzeugen verbaut.
Bereits 2019 hatte Elon Musk versichert, alle HW3-Fahrzeuge würden per Update für volles autonomes Fahren bereit sein. Sieben Jahre später zeigt sich jedoch, dass nur Autos mit der neueren HW4-Hardware Zugang zu FSD erhalten.
Besitzer von Model 3 und Model Y, die bis zu 7.500 Euro für die Funktion bezahlt haben, haben in Europa und anderen Regionen begonnen, Sammelklagen einzureichen. Schätzungen zufolge betrifft das Problem weltweit rund vier Millionen Fahrzeuge. Bislang hat das Unternehmen keinen klaren Plan für Hardware-Upgrades oder Entschädigungen vorgelegt.
Tesla steht bereits in mehr als 20 Gerichtsverfahren, darunter auch Fälle mit Autopilot-bezogenen Unfällen. Die potenziellen Gesamtzahlungen werden auf 2,7 bis 14,5 Milliarden Dollar geschätzt. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die FSD-Problematik zu einem Schlüsselfaktor in einem Markt, in dem Elektroautos rasant weiterentwickelt werden und die Anforderungen an Sicherheitstechnologien steigen.