Der chinesische Automobilhersteller Changan hat sein strategisches Ziel verkündet, bis 2030 in die Top 10 der weltweiten Automobilgruppen vorzustoßen. Das Unternehmen plant, seinen globalen Absatz auf 5 Millionen Fahrzeuge zu steigern, wobei Elektro- und Hybridmodelle voraussichtlich 60 Prozent davon ausmachen sollen. Diese Pläne wurden im Vorfeld der Beijing Auto Show 2026 bekannt gegeben.

Im Jahr 2025 verkaufte Changan 2,9 Millionen Fahrzeuge, inklusive der Joint Ventures mit Ford und Mazda, und belegte damit global den 13. Platz. Um die 5-Millionen-Marke zu erreichen, muss die Marke ihr Volumen um mehr als zwei Drittel steigern. Das ist eine gewaltige Herausforderung.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Export. Bis 2030 strebt Changan an, zwischen 1,4 und 1,8 Millionen Fahrzeuge außerhalb Chinas abzusetzen. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lag diese Zahl bei 638.000 Einheiten. Diese Expansion ist daher ein zentraler Baustein der Strategie.

Changan baut seine Elektro- und Hybridpalette über die Marken Deepal, Avatr und Nevo aktiv aus. Dabei konzentriert sich das Unternehmen bereits auf Technologien, die Kosten senken und die Kundschaft erweitern könnten. In der Praxis bedeutet das einen Fokus auf erschwingliche Lösungen.

Für 2027 plant die Marke die Einführung von zwei Elektro-Limousinen, die mit Natrium-Ionen-Batterien von CATL ausgestattet sein sollen. Diese Batterien sind günstiger als Lithium-Ionen-Akkus, da sie reichlich vorhandene Rohstoffe wie Salz verwenden, obwohl sie derzeit in der Energiedichte zurückliegen. Die neuen Modelle sollen eine Reichweite von etwa 400 km bieten und sich damit für den Massenmarkt positionieren. Für Käufer ist das wichtig, da es die Elektromobilität zugänglicher machen könnte.

Changan ist mit diesem ehrgeizigen Vorstoß nicht allein. Geely strebt bis 2030 einen Absatz von 6,5 Millionen Fahrzeugen an, während BYD erwartet, dass die Hälfte seines Umsatzes außerhalb Chinas erzielt wird. Vor diesem Hintergrund wird das Rennen immer enger.

Da das Wachstum auf dem heimischen chinesischen Markt nachlässt, wenden sich Automobilhersteller zunehmend Überseemärkten zu, darunter auch Europa. Diese Verlagerung verschärft den Wettbewerb und gestaltet die globale Automobilbranche neu. Insgesamt zeichnet sich ein klares Bild: Die Dynamik verschiebt sich zunehmend nach außen.