Audi Q4 E-Tron: Innenraum digitalisiert, physische Knöpfe verschwunden
Audi überarbeitet den Q4 E-Tron mit Fokus auf Digitalisierung: Wegfall der Klimaphysikknöpfe, neues V2L-Laden, höhere Reichweite von 592 km. Erfahre mehr.
Audi hat den überarbeiteten Q4 E-Tron vorgestellt und legt den Fokus dabei auf die Digitalisierung des Innenraums sowie neue Elektro-Features. Der Crossover erhält eine Reihe technischer Verbesserungen, doch die größte Veränderung ist der Wegfall der physischen Klimabedienelemente – sämtliche Funktionen sind nun ins Infotainmentsystem integriert.
Der Innenraum fällt noch bildschirmlastiger aus: Ein zentraler 12,8-Zoll-Display wird mit einem 11,9-Zoll-digitalen Instrumentencluster kombiniert. Optional ist ein 12-Zoll-Beifahrerbildschirm erhältlich, der größte in der Markengeschichte. Dieser Schritt unterstreicht Audis Trend, traditionelle Bedienelemente zugunsten von Touch-Oberflächen aufzugeben.
Technisch gesehen ist das Update klarer fassbar. Der Q4 ist Audis erstes Elektroauto mit bidirektionalem Laden (V2L), das das Fahrzeug als Stromquelle mit bis zu 2,3 kW nutzbar macht. In ausgewählten Märkten soll zudem die V2H-Funktion zur Stromversorgung des Hauses angeboten werden.
Auch die Lade- und Effizienzwerte wurden verbessert. Die Version mit einem 82-kWh-Akku unterstützt nun bis zu 185 kW und ermöglicht in nur zehn Minuten eine Reichweitensteigerung von rund 180 km. Eine vollständige Ladung von zehn auf 80 Prozent dauert etwa 27 Minuten. Dank eines neuen Elektromotors und einer überarbeiteten Getriebeabstimmung steigt die Gesamtreichweite im WLTP-Zyklus auf 592 km.
Trotz der technischen Neuerungen wirft das Update ergonomische Fragen auf. Der Verzicht auf physische Knöpfe ist ein kontroverser Schritt, zumal moderne Schnittstellen häufig kritisiert werden. Dennoch setzt Audi seinen Kurs der vollständigen Digitalisierung fort und setzt auf Softwarelösungen sowie eine Reihe von Zusatzfunktionen.
Insgesamt wird der Q4 E-Tron so zu einem typischen Vertreter der neuen EV-Generation: mehr Technik, mehr Bildschirme und weniger traditionelle Interaktion mit dem Auto.