Hyundai bringt Schaltgefühl und Motorensound in Elektroautos
Hyundai stattet normale E-Autos mit simulierten Gangwechseln und Motorgeräuschen aus. N e-Shift und N Active Sound+ sorgen für mehr Fahrspaß. Jetzt auch im IONIQ 9.
Hyundai möchte die Wahrnehmung von Elektroautos verändern, indem es die Emotionen klassischer Fahrzeuge zurückbringt. Das Unternehmen bestätigte, dass die Technik zur Simulation von Gangwechseln und Motorgeräuschen nicht nur in Sportversionen, sondern auch in normalen Modellen zum Einsatz kommen wird. Dies ist relevant, weil Elektroautos oft kritisiert werden, ihnen fehle das Fahrgefühl.
Das Herzstück der Technologie bilden die Systeme N e-Shift und N Active Sound+. Sie erzeugen die Illusion eines Getriebes und eines Verbrennungsmotors in Aktion. Der Fahrer spürt Schaltvorgänge, Leistungsverzögerungen und charakteristische Klänge. Bereits funktioniert dies im IONIQ 5 N und IONIQ 6 N, und nun wird die Technik an alltäglicheren Fahrzeugen getestet, darunter der neue IONIQ 9.

Elektroautos bieten von Natur aus wenig mechanisches Feedback. Hyundai versucht, dies mit digitalen Effekten auszugleichen. Für den Fahrer bedeutet das eine intuitivere und fesselndere Kontrolle, besonders für Umsteiger aus Verbrennerfahrzeugen. Die Funktion kann deaktiviert werden – sie ist kein Muss-Gimmick.
Am Markt zeichnet sich ein neuer Trend ab: Hersteller beginnen, Emotionen in Elektroautos zu programmieren. Und die Technologie wird nicht nur in Top-Versionen verfügbar sein, sondern auch in mittleren Ausstattungen, sofern diese genügend Leistung haben. Das könnte für viele ein entscheidendes Kriterium sein, besonders für Käufer, die noch nicht bereit für absolute Stille sind.
Hyundai setzt also auf Empfindungen statt nur auf Leistung – und das könnte unser Bild von E-Autos in den kommenden Jahren verändern.