Land Rover Defender 2026: Rückruf wegen defekter Kraftstofftanks
Land Rover Defender 2026: Rückruf wegen defekter Kraftstofftanks. Mögliche Leckage und Brandgefahr. Kostenlose Reparatur für Besitzer. VIN-Prüfung empfohlen.
Jaguar Land Rover North America hat für den Land Rover Defender des Jahrgangs 2026 eine Rückrufaktion eingeleitet. Einer Quelle zufolge sind Fahrzeuge betroffen, die für den US-Markt und dessen Außengebiete gefertigt wurden. Diese Defender könnten mit Kraftstofftanks ausgerüstet sein, die einen Herstellungsfehler aufweisen.
Die verdächtigen Tanks stammen aus dem Werk des Zulieferers OP Mobility im slowakischen Lozorno. JLR erklärt, dass die Tankwand um das Einlassrückschlagventil möglicherweise dünner als vorgegeben ist. Im Alltag muss das nicht sofort zu einem Leck führen – gleichwohl steigt das Risiko, dass bei einem Unfall Kraftstoff austritt und sich entzündet.
JLR wurde am 27. März 2026 durch einen Bericht des Lieferanten auf das Problem aufmerksam. Auslöser war ein Defender-Tank, der bei der abschließenden Dichtigkeitsprüfung durchgefallen war. Nachfolgende Untersuchungen offenbarten Materialauffälligkeiten bei weiteren Tanks, die den Test zunächst bestanden hatten. Bislang liegen dem Unternehmen nach eigenen Angaben keine Garantieansprüche oder Kundenbeschwerden zu diesem Defekt vor.
Die Händler werden voraussichtlich um den 7. Mai 2026 offiziell benachrichtigt. Die Besitzer sollen spätestens am 19. Juni informiert werden. Die Lösung ist einfach: Die mangelhaften Tanks werden ohne Kosten für die Besitzer ausgetauscht. JLR bestätigt, dass die Ersatzteile den Spezifikationen entsprechen; der Zulieferer führt zudem seit Februar strengere Qualitätskontrollen durch.
Für Käufer in Russland ist dieser Rückruf ebenfalls von Bedeutung. Wer einen 2026er Defender aus den USA importiert hat, sollte die Fahrgestellnummer (VIN) über das offizielle Land-Rover-Portal oder die NHTSA-Datenbank überprüfen. Beim Erwerb eines hochwertigen Geländewagens ist es grundsätzlich ratsam, nicht nur auf Ausstattung und Laufleistung zu achten, sondern auch offene Rückrufe zu checken.