Tesla ändert seine Pläne zur Batteriezellenproduktion in Grünheide. Werksleiter André Thierig zufolge investiert das Unternehmen 250 Millionen Dollar in den Aufbau einer Jahreskapazität von 18 GWh für Zellen im 4680-Format.

Im Dezember hatte Tesla noch eine Kapazität von 8 GWh für Grünheide angekündigt, der Produktionsstart war für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Nun fällt das Projekt größer aus: Über 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze sind für die Batterieproduktion geplant – diese sollen mittelfristig besetzt werden.

Tesla begründet den Schritt mit dem Ausbau der vertikalen Integration. Derzeit bezieht das Werk Grünheide für die verschiedenen Model-Y-Varianten CATL-LFP-Zellen und LG-Energy-Solution-NMC-Zellen. Ab 2027 sollen sowohl Batteriezellen als auch Elektroautos am selben Standort gefertigt werden.

In Grünheide existiert bereits eine Montage für Batteriepacks, die 4680-Zellen aus Teslas Austin-Werk nutzt. Das deutsche Werk hat kürzlich den 750.000sten Model Y produziert. Die Fabrik hat eine theoretische Kapazität von 375.000 Fahrzeugen pro Jahr und stellte 2025 über 200.000 Einheiten her. Die Nachfrage nach dem Model Y ist unter anderem durch günstigere Varianten gestiegen. Das Modell bleibt das Kernstück von Teslas europäischer Fertigung.