Polestar: Wachstum mit neuen Modellen und klarer Differenzierung

Polestar: Wachstum mit neuen Modellen und klarer Differenzierung
B. Naumkin
David Carter
David Carter, Editor
18:30 18-05-2026

Polestar will Absatz auf 100.000 Fahrzeuge steigern. Neue Modelle wie Polestar 5 und 7 sowie ein überarbeiteter Polestar 2 sollen die Marke klar von Volvo abgrenzen und die Nische behaupten.

Polestar rüstet sich für ein kräftiges Wachstum, doch die Marke will nicht zum zweiten Volvo werden. CEO Michael Lohscheller sieht keine Überschneidungsgefahr mit der Schwestermarke, selbst wenn Polestar zunehmend in alltäglichere Marktsegmente vordringt.

Das Ziel ist ambitioniert: den weltweiten Absatz von rund 60.000 Fahrzeugen im Jahr 2025 auf jährlich 100.000 zu steigern. Dafür hat Polestar eine Reihe neuer Modelle in der Pipeline. In den nächsten drei Jahren erscheinen das Flaggschiff Polestar 5, ein Kombi auf Basis des Polestar 4, ein Nachfolger des Polestar 2 sowie der kompakte SUV Polestar 7, der sich die Plattform mit einem Volvo teilt.

Das Risiko liegt auf der Hand: Eine breitere Modellpalette erschwert es, das Premium-Sport-Image zu wahren. Doch Polestar versichert, dass der Unterschied weit über das Markenlogo hinausgeht. Lohscheller setzt auf eigenständiges Design, eine spezifische Fahrwerksabstimmung und einen unverwechselbaren Fahrcharakter. Die Marke wolle keine Massenware bauen, sondern exklusivere Modelle schaffen, so der CEO.

Der nächsten Generation des Polestar 2 kommt eine Schlüsselrolle zu. Das erste Serienfahrzeug der Marke, 2020 eingeführt, hat bereits über 200.000 Einheiten abgesetzt. Nun gilt es, diese Kunden zu halten. Die neue Limousine, die sich mit dem Tesla Model 3 messen muss, ist keine Revolution, sondern eine Evolution: Sie übernimmt Bewährtes und ergänzt frische Technik.

Für die Käufer bedeutet das: Polestar bewegt sich hin zu konventionelleren Karosserieformen – Kombi, kompakter SUV, Limousine – und versucht gleichzeitig, seine Nische zwischen Volvo und dynamischeren Elektromodellen zu behaupten. Ob das gelingt, entscheidet sich letztlich auf der Straße, nicht in Pressemitteilungen.