Toyota belebt den Namen Cressida wieder – was steckt dahinter?
Toyota hat die Markenrechte für den legendären Cressida-Namen erneuert. Seit 1995 nicht mehr verwendet. Toyota erwägt eine Wiederbelebung. Mehr lesen.
Toyota hat den Namen Cressida wieder aus der Versenkung geholt. Seit über 30 Jahren war die Bezeichnung nicht mehr im Einsatz. Der Hersteller hat die Markenrechte erneuert, aber das bedeutet noch nicht, dass ein neues Modell kommt. Der Schritt ist dennoch aufschlussreich: Toyota will offenbar die Kontrolle über einen historischen Namen behalten.
Die Cressida kam 1976 auf den Markt und wurde in vier Generationen bis 1995 gebaut. Im Grunde war sie die Exportversion des japanischen Toyota Mark II. In Nordamerika gehörte sie zu den teuersten und prestigeträchtigsten Toyota-Modellen – bevor Lexus die Bühne betrat.
Während Camry und Corolla für die Massen gedacht waren, war die Cressida eine heckgetriebene Business-Limousine. Es gab sie auch als Kombi. Der frontgetriebene Avalon löste sie in den USA ab, doch er war nie ein echter Nachfolger.

Es gibt mehrere Theorien, warum Toyota die Cressida neu registriert. Eine besagt, dass der Name für eine künftige Fullsize-Limousine vorgesehen ist. Der aktuelle Crown Crossover sollte den Avalon ersetzen, konnte sich in den USA aber nicht richtig durchsetzen. Ein vertrauterer Exportname könnte den Kunden helfen, sich mit dem Modell anzufreunden.
Eine einfachere Erklärung: Toyota könnte ein bestehendes Modell für bestimmte Märkte umbenennen. So könnte der Crown in Nordamerika das bekanntere Cressida-Emblem tragen. Aber ein Name allein reicht nicht, wenn das Auto selbst die Käufer nicht überzeugt.
Die dritte – und plausibelste – Theorie ist der Schutz des Erbes. Die aktuelle Registrierung gilt für Paraguay, doch Toyota könnte sie auf andere Märkte ausweiten. Das ist ein üblicher Schritt: Autohersteller sichern sich historische Namen, um sie der Konkurrenz zu entziehen.
Derzeit ist eine Wiederbelebung der Cressida reine Spekulation. Aber Toyota hält den Namen offensichtlich in Reserve – für den Fall, dass der Markt nach einer großen Limousine mit klassischem, wiedererkennbarem Emblem verlangt.