Vehicle-to-Home für Hyundai Ioniq 9 und Kia EV6 in den USA
Hyundai erweitert V2H in den USA: Ioniq 9 und Kia EV6 speisen Strom ins Haus. Details zu Quasar 2, Leistungswerten und Vorteilen gegenüber reinen V2L-Lösungen.
Hyundai Motor Group weitet die Vehicle-to-Home-Fähigkeit für seine E-Modelle in den USA aus. Als Nächste sind der Hyundai Ioniq 9 und der Kia EV6 an der Reihe. Das System erlaubt es, die Hochvoltbatterie des Autos in das häusliche Stromnetz einzuspeisen – nützlich bei Ausfällen und um mit klug gewählten Tarifen die Energiekosten zu drücken. Das ist ein praxisnaher Schritt, der das E-Auto vom reinen Verkehrsmittel zum flexiblen Energiespeicher macht.
Das Update ergänzt die bereits verfügbare Vehicle-to-Load-Funktion, über die externe Geräte direkt aus dem Fahrzeug mit Strom versorgt werden. Zuerst soll der Hyundai Ioniq 9 das neue Feature erhalten, anschließend der Kia EV6. Welche Hardware genau benötigt wird, ist noch nicht im Detail genannt; wahrscheinlich kommt das bereits beim Kia EV9 genutzte Wallbox-Modul Quasar 2 zum Einsatz, das in den USA V2H unterstützt. Die Staffelung wirkt sinnvoll, weil sie die Technik schrittweise in die Modellpalette trägt.
Quasar 2 kann sowohl als Heimladegerät arbeiten als auch als Schnittstelle, die Energie vom Fahrzeug zurück ins Haus leitet. Die Einheit unterstützt bis zu 12,48 kW an AC und bis zu 12,8 kW an DC und erfordert die Installation einer zusätzlichen Power Recovery Unit. Die Leistungswerte liegen auf einem Niveau, das im Alltag spürbar etwas bewirken kann.
Mit V2H lassen sich Fahrzeuge nachts zu günstigeren Tarifen laden und die gespeicherte Energie tagsüber abrufen. In der Praxis kann dieser Ansatz den Bedarf an dedizierten Hausspeichern weniger dringlich erscheinen lassen – besonders für Haushalte, die auf Notstrom setzen möchten, ohne zusätzliche Speicherhardware zu installieren. Genau diese Flexibilität trifft den Nerv vieler Nutzer.