General Motors richtet seine Technologieorganisation neu aus und führt Softwareentwicklung, Künstliche Intelligenz und globale Produktfunktionen in einer einheitlichen Struktur zusammen. Im Zuge des Umbaus verlassen mehrere Schlüsselpersonen das Unternehmen: Baris Chetinok, zuständig für das Produktmanagement von Software und Services; Dave Richardson, Leiter der Engineering-Gruppe; und Barak Turovsky, Chef der KI-Einheit. Die Abgänge verdeutlichen die Tiefe der Reorganisation; solche Rochaden sind selten rein kosmetisch und deuten meist auf einen klaren Kurswechsel bei Tempo und Zuständigkeiten hin.

Im Mai ernannte GM Sterling Anderson – zuvor Mitgründer von Aurora – zum Chief Product Officer. Sein Mandat reicht von der Fahrzeugentwicklung über die Produktion und Batterieprogramme bis hin zu sämtlichen Softwarevorhaben. Parallel stellt der Konzern einen neuen Kader auf: Christian Mori, mit Stationen bei Symbiotic, Rivian und Boston Dynamics, übernimmt die Robotik; zudem stoßen Spezialisten von Apple und Cruise zum Bereich für autonome Technologien. Zusammengenommen wirkt das wie ein Bekenntnis zu engerer Verzahnung und schnellerer Umsetzung – ein Signal, Silos konsequent abzubauen.

GM teilt mit, die Bündelung der Teams solle die Softwareentwicklung beschleunigen und die Einführung neuer Systeme in die Modellpalette vereinfachen. Das Unternehmen plant, bis 2028 eine neue zentralisierte Rechenplattform sowie L2+- oder L3-Funktionen für automatisiertes Fahren einzuführen und setzt damit einen klaren Takt für die künftige Palette. Der Zeitplan wirkt ambitioniert, aber konsistent mit dem Anspruch, Software stärker ins Zentrum zu rücken.