Ford gibt endlich zu, was ohnehin jeder ahnte: Ein rein elektrischer F-150 Lightning schafft nicht das, wofür Menschen überhaupt Pickups kaufen. Und anstatt die Batterie still zu optimieren, hat der Konzern einen überraschenden Schritt gemacht — er hat das Benzin zurück ins Auto geholt.
Die nächste Generation des F-150 Lightning wird zum EREV — einem Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerung. Die Formel ist simpel, aber ungewöhnlich: Nur die Elektromotoren treiben die Räder an, der Benzinmotor hat gar keine mechanische Verbindung zu ihnen — er lädt lediglich die Batterie auf und arbeitet als Generator. Im Grunde ist es ein Benzintank, der an ein Elektrosystem angeschnallt wurde. Ford verspricht, dass der sofortige Vortrieb, die leise Beschleunigung und die Ein-Pedal-Bedienung erhalten bleiben.
Und nun zu den Zahlen, um die es eigentlich geht: Die berechnete Gesamtreichweite soll 700 Meilen übersteigen — rund 1.125 km. Ist der Akku unterwegs leer? Dann fährt man einfach an eine Tankstelle wie mit jedem anderen Fahrzeug und fährt weiter. Ford zielt damit klar auf das, was dem alten Lightning den Ruf ruinierte — den drastischen Reichweiteneinbruch beim Ziehen eines schweren Anhängers. Angesprochen werden jetzt gezielt Fahrer, die Lasten transportieren, Anhänger über weite Strecken ziehen, fernab der Zivilisation arbeiten und nicht von öffentlichen Ladestationen abhängig sein wollen.
Auch die externe Stromversorgung bleibt erhalten — für Werkzeuge, Camping und die Notstromversorgung zu Hause. Gebaut wird der neue Lightning im Rouge Electric Vehicle Center in Dearborn. Bei den Details hält sich Ford allerdings bedeckt: Genauer Marktstart, Batteriekapazität, Leistung und Preis bleiben vorerst ein Rätsel.