Audi lässt sich den Q8 teuer bezahlen und nimmt dafür die dritte Reihe weg

Audi lässt sich den Q8 teuer bezahlen und nimmt dafür die dritte Reihe weg
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Die größere Zahl im Namen klingt nach mehr Auto. Der Q8 bietet aber zwei Sitzplätze und über 200 Liter Kofferraum weniger als der Q7. Was der Aufpreis wirklich bringt.

Die größere Zahl im Namen klingt nach mehr Auto. Ist sie aber nicht — eher im Gegenteil. Auf dem amerikanischen Markt startet der Audi Q8 im Modelljahr 2026 bei 75.600 Dollar, während der Basis-Q7 bei 62.000 Dollar liegt. Für den Aufpreis von 13.600 Dollar gibt es eine schnittigere Karosserie — und eine komplette Sitzreihe weniger.

Der Q7 bietet Platz für sieben, der Q8 nur für fünf. Der Unterschied endet nicht bei den Sitzen. Das maximale Kofferraumvolumen erreicht beim Q7 68,1 Kubikfuß (rund 1.929 Liter), beim Q8 sind es 60,7 Kubikfuß (etwa 1.719 Liter). Mehr als 200 Liter verschwinden zusammen mit der dritten Reihe.

Nur die Einstiegspreise zu vergleichen, wäre unfair. Der Basis-Q7 kommt mit einem 2,0-Liter-Turbovierzylinder mit 261 PS, der Q8 startet direkt mit einem Dreiliter-V6 mit 335 PS. Denselben Sechszylinder gibt es aber auch für den Q7 — wer will, gleicht den Leistungsunterschied mit einem Häkchen in der Konfiguration aus. Beide Modelle fahren mit Achtstufenautomatik und serienmäßigem Allradantrieb quattro.

Vergleicht man beide mit demselben V6, bleiben nur Karosserie und Einsatzzweck als Unterschied. Der Q7 ist höher, länger und klar auf Familien zugeschnitten, die eine dritte Reihe und echten Stauraum brauchen. Der Q8 sitzt niedriger, ist breiter und bietet hinten mehr Beinfreiheit — die Ingenieure mussten keine zusätzliche Sitzreihe unterbringen.

Ergibt der teurere Q8 also überhaupt Sinn? Ihn als sinnlos zu bezeichnen, ist die Meinung eines Autors, kein Fakt. Vernünftiger — besonders für eine große Familie — ist der Q7. Doch Q8-Käufer zahlen nicht für Platz. Sie zahlen für Design, eine niedrigere Sitzposition und einen serienmäßigen V6 ohne Aufpreis. Ein höherer Preis bedeutet hier nicht mehr Auto — sondern andere Prioritäten.

Zuvor hatte Audi den Q3 für das Modelljahr 2027 überarbeitet.

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