Noch gestern zeigte Opels italienische Website den Combo als Personenwagen nur mit Elektroantrieb. Das ist jetzt Geschichte. Der Benzinmotor ist still und leise in die Pkw-Baureihe zurückgekehrt – und das ist keine bloße Fußnote im Datenblatt. Der neue 1,2-Liter-Turbo leistet 110 PS und ist mit einem manuellen Sechsganggetriebe kombiniert. Der empfohlene Einstiegspreis liegt bei 26.600 Euro – umgerechnet rund 30.600 US-Dollar oder etwa 2,39 Millionen Rubel.
Die eigentliche Geschichte spielt sich jedoch im eigenen Online-Shop von Opel ab. Die Journalisten von Tarantas.News haben herausgefunden, dass der Combo Edition Plus mit Benzinmotor dort bereits zum Endpreis von 23.800 Euro auf die Straße gestellt wird. Der elektrische Combo Edition Plus mit 156 PS kostet dagegen 32.900 Euro. Die Differenz beträgt 9100 Euro, also 27,7 %. Und hier wird es kurios: Selbst der Diesel-Combo aus dem Bestand kostet mit 27.550 Euro noch 3750 Euro mehr als die Benzinversion – auch wenn sich die Angebotsbedingungen unterscheiden können.
Ein Haken bleibt. Die Benzinversion gibt es nur mit der Standardkarosserie von 4,41 Metern Länge, fünf Sitzen und Frontantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 179 km/h – kein Rekord, aber für einen Familien-Van völlig ausreichend. Der längere Combo XL mit 4,76 Metern und Platz für sieben Passagiere bleibt vorerst dem Diesel und dem Elektroantrieb vorbehalten. Trotzdem gehören Klimaanlage, hintere Einparkhilfe, ein 10-Zoll-Touchscreen mit kabelloser Smartphone-Anbindung und die IntelliLux-LED-Matrixscheinwerfer schon zur Serienausstattung.
Der elektrische Combo bleibt das stärkste Modell der Baureihe und schafft bis zu 346 km nach WLTP-Zyklus, eine DC-Schnellladung auf 80 % dauert rund 30 Minuten. Doch die Rückkehr des Benziners drückt den Einstiegspreis um fast ein Drittel – und nimmt den Käufern gleich noch die Sorge um die nächste Ladestation ab.