Toyota Auto Body hat im Januar wohl zu früh gefeiert. Der Hersteller musste sein einsitziges Elektro-Mikroauto COMS ein zweites Mal zurückrufen — die Winterkampagne deckte nicht alle Ursachen für ein mögliches Versagen der Feststellbremse ab. Eine neue Meldung, eingereicht am 15. Juli unter der Nummer 5848, betrifft nun Fahrzeuge, die zwischen dem 4. Juli 2012 und dem 8. April 2025 gebaut wurden.
Der erste Fehler betrifft eine Sperrklinke im Bremshebel, die bei der Fertigung nicht ausreichend gehärtet wurde. Ein harter Stoß kann die Kante beschädigen, und bei fortgesetzter Nutzung nutzt sie sich ab, bis der Hebel nicht mehr in angehobener Stellung hält. Drei Beschwerden wurden dazu registriert.
Das zweite Problem erwies sich als deutlich häufiger — 29 Fälle — und ist der eigentliche Grund, warum Toyota Auto Body die ganze Kampagne neu aufsetzen musste. Durch mangelhafte Schweißnähte kann sich die Führungshalterung des Seilzugs lösen. Bei wiederholter Nutzung rutscht das Seil in den Mechanismus, der Hebelweg vergrößert sich, und die Feststellbremse verliert allmählich ihre Wirkung. Dem Hersteller sind insgesamt 32 Fälle bekannt. Unfälle gab es bisher keine — aber das Wort „bisher“ trägt hier ziemlich viel Gewicht.
Im schlimmsten Fall könnte sich ein geparkter COMS von selbst in Bewegung setzen. Deshalb geht die neue Reparatur weiter als die im Januar: An allen Fahrzeugen werden Feststellbremshebel, Seilzug und Halterung ersetzt. Ist am Seilzug ein zusätzlicher Abstandshalter montiert, wird dieser entfernt. Die Maßnahme gilt zugleich als Erfüllung der früheren Kampagne mit der Nummer 5762 — niemand zahlt also zweimal für dasselbe Teil.
Bemerkenswert ist die schiere Länge des erfassten Zeitraums. Der Rückruf umfasst COMS-Fahrzeuge aus fast 13 Produktionsjahren — praktisch der gesamte Lebenszyklus dieser Mikroauto-Generation. Der angegebene Fahrgestellnummernbereich ist dabei größer als die tatsächliche Fahrzeuganzahl, weshalb Besitzer die Betroffenheit anhand der VIN und nicht nur des Baujahrs prüfen müssen.
Die unmittelbare Folge: Einige Besitzer, die bereits wegen des Januar-Rückrufs in der Werkstatt waren, werden erneut einbestellt. Sie müssen jetzt sicherstellen, dass tatsächlich die neue Prozedur mit Austausch aller drei Bauteile durchgeführt wurde — nicht nur die ursprüngliche Reparatur.
Der Rückruf ist beim japanischen Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (MLIT) unter der Nummer 5848 registriert und betrifft ausschließlich das Modell ZAD-TAK30 — ein Mikroauto nur für den japanischen Markt. Nach Abschluss der Reparatur wird in der Nähe der Gurtverankerung des Fahrersitzes ein Aufkleber mit der Nummer 5848 angebracht, der bestätigt, dass die erweiterte Prozedur durchgeführt wurde und nicht nur die Januar-Reparatur. Konkrete Versandtermine für die Besitzeranschreiben nennt Toyota Auto Body noch nicht — die Benachrichtigungen sollen verschickt werden, sobald Teile und Materialien verfügbar sind. Besitzer erreichen die Qualitätssicherungsabteilung des Unternehmens gebührenfrei unter 0120-100-804 (9:00–12:00 und 13:00–17:00, außer an Wochenenden).