Toyota gibt zu, dass die klassische Neuauflage an Bedeutung verliert

Toyota gibt zu, dass die klassische Neuauflage an Bedeutung verliert
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Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Toyota streckt Redesign-Zyklen und setzt laut Automotive News verstärkt auf Software-Updates — Corolla, Corolla Cross und Prius erhalten trotzdem große Neuauflagen.

Toyota wagt etwas, das man dem betont konservativen japanischen Konzern noch vor Kurzem kaum zugetraut hätte: Ein Teil der gewohnten Karosserie- und Innenraum-Facelifts fällt still und leise weg. Laut Automotive News setzt der Hersteller statt teurer Umbauten künftig auf Software- und Elektronik-Updates — günstiger, schneller, ganz ohne Werkstattbesuch.

Früher bekamen selbst weniger populäre Modelle etwa alle zwei Jahre ein Zwischen-Facelift. Diese Abstände werden nun länger. Und hier liegt der eigentliche Clou: Erneuert wird nicht mehr das Blech, sondern das, was dahinter steckt — Multimedia-Systeme, elektronische Assistenten, das Sicherheitspaket Toyota Safety Sense und andere Funktionen, die sich ohne großen Umbau verbessern lassen.

Verabschiedet sich Toyota damit ganz vom klassischen Generationswechsel? Nein. In den kommenden vier Jahren erhalten Corolla, Corolla Cross und Prius weiterhin große Neuauflagen. Der neue RAV4 ist bereits vorgestellt, und der Konzern liebäugelt sogar mit einem kompakten Pickup.

Hinter dem Strategiewechsel stecken Handelsunsicherheit und die Notwendigkeit, Ressourcen gezielter einzusetzen. Elektroautos, Hybridantriebe und die Software-Plattform Arene mit Unterstützung für Over-the-Air-Updates bleiben davon unberührt — Toyota investiert weiter in all das. Das Auto der Zukunft verändert sich künftig nicht mehr nur am Fließband — sondern auch über das Internet.

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