Die Grecale-Version, die den Trofeo wie überdimensioniert wirken lässt

Die Grecale-Version, die den Trofeo wie überdimensioniert wirken lässt
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Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Maserati positioniert einen 390-PS-V6-Grecale zwischen den Vierzylinder-Hybriden und dem Trofeo — und behält genau den Klang, auf den es ankommt.

Maserati hat endlich den goldenen Mittelweg gefunden — und das könnte die Rechnung für alle ändern, die sich einen Sechszylinder-Grecale wünschten, ohne für Fahrleistungen zu zahlen, die sie ohnehin nie ausreizen würden. Der überarbeitete Grecale bekommt eine Version, die V6-Fans mit dem Familienbudget versöhnen soll — natürlich nach den Maßstäben eines italienischen Premium-SUV. Der Drei-Liter-Nettuno leistet 390 PS, beschleunigt in 4,9 Sekunden auf 100 km/h und kostet rund 100.000 Euro. Für den 530 PS starken Trofeo werden fast 28.000 Euro mehr fällig — rund 128.000 Euro.

Die neue Variante schiebt sich exakt zwischen die Vierzylinder-Mildhybride und das Flaggschiff. Das ist kein Zufall. Sie bekommt Allradantrieb und ein Achtgang-Automatikgetriebe von ZF. Die offizielle Maserati-Website nennt eine Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h — und genau dieser Werkswert gilt als maßgeblich. Der Abstand zum Trofeo beträgt etwa 28.000 Euro. Im Gegenzug verzichten Käufer auf 140 PS, den Corsa-Modus und den Sprint in 3,8 Sekunden. Doch sie behalten, worauf es ankommt — den Sechszylinder-Klang und eine deutlich schärfere Fahrleistung als bei den 2.0-Versionen. Maserati selbst gibt an, dass der neue Nettuno bei 2.000 U/min 32 % mehr Drehmoment liefert als der Vierzylinder. Der Unterschied ist spürbar, sobald man das Gaspedal berührt — nicht nur auf dem Papier.

Die Stärken des Grecale bleiben Fahrwerk und Getriebe, und daran gibt es nichts zu rütteln. Das elektronisch gesteuerte Fahrwerk glättet Unebenheiten selbst mit großen Rädern und hält gleichzeitig Wankbewegungen und Nickbewegungen in Schach. Die Automatik schaltet im GT-Modus geschmeidig und wird im Sport-Modus schneller und straffer, ohne an Präzision zu verlieren. Die optionale Luftfederung erlaubt eine Veränderung der Bodenfreiheit in einem Bereich von 70 mm.

Das Infotainmentsystem bleibt dagegen der Schwachpunkt — funktionsreich, aber nicht intuitiv genug. Nach dem Facelift bekommt der Grecale eine horizontaler gestaltete Frontpartie, ein neues achteckiges Lenkrad, veränderte Getriebetasten und eine Digitaluhr mit Mineralglas.

Der eigentliche Star dieses Updates ist aber die 390-PS-Version. Sie liefert fast die gesamte emotionale Anziehungskraft des Trofeo — ohne Käufer zu zwingen, für Fahrleistungen extra zu zahlen, die sie auf normalen Straßen selten nutzen können.

Tarantas.news berichtete zuvor, dass der neue Maserati Levante in das Segment der großen Luxus-SUV zurückkehren wird.

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