Während die Branche das Handschaltgetriebe beerdigt, gräbt Subaru es wieder aus — gleich dreimal. Bis Ende 2027 bringen die Japaner drei sportliche Modelle mit drei Pedalen. Entwickelt werden sie von einer neu gegründeten Einheit, dem Sports Vehicle Planning Office, das eigens für schnelle Autos geschaffen wurde: weniger Abstimmungsrunden, ein kürzerer Weg von der Rennstrecke zur Serienfertigung.
Den Anfang macht ein Serien-WRX mit dem sechsstufigen TY85-Getriebe, das früher im WRX STI steckte. Es löst das heutige TY75 nicht ohne Grund ab: Laut Technikchef Tetsuro Fujinuki ist das TY85 für rund 600 Nm ausgelegt, während die aktuelle CVT-Automatik deutlich bescheidener bleibt. Das öffnet die Tür für eine kräftigere Version des 2,4-Liter-Turboboxers FA24. Und die Daten des Straßenautos? Bislang Schweigen.
Der zweite Wagen ist eine Sonderversion des BRZ. Als Basis dient der limitierte BRZ STI Sport Type RA: 300 Exemplare, per Losverfahren vergeben, ZF-Dämpfer, Brembo-Bremsen und Abstimmungen aus der japanischen Super-Taikyu-Serie. Mehr Leistung wird gar nicht erst versprochen. Alles dreht sich um Ansprechverhalten, Handling und die Arbeit des Schaltgetriebes.
Am spannendsten ist ein bezahlbarer fünftüriger Hatchback, der die Idee der Studie Performance-B STI weiterträgt. Weder Name noch Motor noch Antriebsart hat Subaru verraten. Dafür meldete das Unternehmen am 9. Juni 2026 die Marke „Impreza TX“ bei den Patentämtern der USA und Kanadas an — nur wenige Tage nach der Ankündigung des Trios. Das Timing spricht Bände. Doch ein Name in einer Anmeldung und der Name eines Serienautos sind noch immer zwei verschiedene Dinge.
Bedeutet das die Rückkehr eines echten WRX STI? Noch nicht. Der in Japan bereits verkaufte WRX STI Sport# leistet 275 PS und bekommt Handschaltung, Brembo-Bremsen und ein eigenes Fahrwerks-Setup, bleibt aber eine limitierte WRX-Variante und kein direkter Erbe des alten STI. Die Nachfrage spricht dennoch für sich: Auf 600 Autos kamen mehr als 9000 Bewerbungen. Das neue Getriebe erlaubt Subaru mehr Leistung — die Seriendaten nennt der Hersteller weiterhin nicht.
Zuvor hatte Subaru angekündigt, mehrere Werke auf eine flexible Fertigung unterschiedlicher Fahrzeugtypen umzustellen.