Ford hat den 1.0 EcoBoost nicht beerdigt. Der Dreizylinder lebt und ist bei bester Gesundheit — verschwunden ist er nur von einem einzigen Markt. Dem amerikanischen. In Europa ist derselbe Liter-Motor weiter im Dienst: Der Crossover Puma fährt ihn zusammen mit einem 48-Volt-Hybridsystem.
In Nordamerika begann alles schwungvoll. Das Debüt gab der Fiesta des Modelljahres 2014. Danach bekamen der Focus und der kompakte EcoSport den kleinen Turbo-Dreizylinder.
Und dann gingen die Autos selbst aus. Der Grund war kein einzelnes technisches Problem, sondern der Strategiewechsel bei Ford. Schon 2018 kündigte das Unternehmen an, auf Pick-ups, SUVs und Nutzfahrzeuge zu setzen — die Pkw-Palette in den USA kam unters Messer. Danach lief alles wie eine Kettenreaktion: Fiesta und Focus verließen den Markt, die Produktion des EcoSport endete. Ohne kompakte Modelle hatte der Liter-Motor schlicht keinen Platz mehr.
Es gibt noch eine andere Lesart: bescheidene Kraftstoffersparnis, ein spürbarer Aufpreis und zum Verkaufsstart keine Automatik. Das klingt plausibel und erklärt die schwache Nachfrage. Offiziell hat Ford diese Faktoren aber nie als unmittelbaren Grund für das Aus genannt.
Zuvor hieß es, Ford habe in Brasilien die Straßenerprobung des hybriden Territory gestartet.