Fünf Jahre Pause, und der Pajero kommt mit echtem Leiterrahmen und Multi Meter zurück

Fünf Jahre Pause, und der Pajero kommt mit echtem Leiterrahmen und Multi Meter zurück
A. Krivonosov
Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Händler sollen den 2. September als Termin für den wiederauferstandenen Mitsubishi Pajero kennen, offiziell spricht die Marke weiter nur vom Herbst. Sicher ist der Leiterrahmen vom Triton, eine eigene Karosserie und die Rückkehr des Multi Meter.

Das Datum, auf das die Fans fünf Jahre gewartet haben, ist endlich ausgesprochen. Die Weltpremiere des wiederbelebten Mitsubishi Pajero könnte am 2. September 2026 stattfinden — das japanische Magazin Best Car hat den Termin direkt von Händlern erfahren. Mitsubishi selbst bleibt vorsichtig und spricht weiterhin nur vom „Herbst“. Die Bestellbücher öffnen später, die September-Vorstellung ist also noch kein Verkaufsstart.

Am Status des Autos gibt es dagegen keinen Zweifel mehr. Der Name Pajero ist offiziell bestätigt, und das Modell kehrt nach fünf Jahren auf den Weltmarkt zurück: die Produktion für die Exportmärkte endete 2021, die Version für Japan lief bereits 2019 aus — daheim wurde daraus eine Pause von sieben Jahren. Und der entscheidende Punkt: Der neue Pajero wird kein Stadt-Crossover mit legendärem Schriftzug.

Darunter liegt der Leiterrahmen des aktuellen Pickups Triton. Karosserie sowie Vorder- und Hinterachse entwickelt Mitsubishi jedoch eigens für den Geländewagen, gebaut wird das Flaggschiff im Werk MMTh in Thailand. Das Versprechen klingt ehrgeizig — ernsthafte Geländetauglichkeit, ohne den Komfort auf Asphalt zu opfern. Auch der typische Offroad-Instrumentenblock kehrt in den Innenraum zurück, eine Hommage an die Dreier-Zusatzinstrumente der ersten Generationen.

Der digitale Multi Meter zeigt Höhe über dem Meeresspiegel, Fahrtrichtung, Temperatur, Längs- und Querneigung und sogar die Momentverteilung zwischen linker und rechter Seite. Alles in Echtzeit, damit der Fahrer auf Felsen, im Schlamm und an der steilen Rampe genau weiß, was sein Auto gerade tut. Zu Motoren, Getrieben, Ausstattungen und Preisen gibt es dagegen noch keine offiziellen Angaben. Diesel aus dem Triton, Geländeuntersetzung, Hybridversion — das bleiben Prognosen.

Auch die Marktliste ist offen. Mitsubishi nennt den Pajero ein globales Modell und hat für ausgewählte Länder den zweiten historischen Namen zurückgeholt: Montero, unter dem der Geländewagen einst in Nord- und Südamerika, in Spanien und auf den Philippinen verkauft wurde. Verkaufsstarts für einzelne Märkte hat der Hersteller aber nicht veröffentlicht.

Die Argumente dieses Namens sind hart: über vier Generationen mehr als 3,25 Millionen verkaufte Pajero in über 170 Ländern und Regionen, dazu zwölf Gesamtsiege bei der Rallye Dakar, sieben davon in Serie. Die eigentliche Frage klärt sich erst auf der Premiere — wie tief hat Mitsubishi die Nutzfahrzeug-Basis des Triton für das neue Flaggschiff umgebaut?

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