Chevrolet wartet nicht, bis das Equinox EV alt wird. Die aktuelle Generation kam erst im Modelljahr 2024, doch der Nachfolger könnte schon Ende 2028 oder Anfang 2029 auftauchen. Laut GM Authority wird die zweite Generation ein 2029er Modell und wechselt von der BEV3-Architektur auf die neue Plattform BEV-N. Hält der Zeitplan, bleiben dem ersten Equinox EV gerade einmal vier bis fünf Jahre auf dem Markt.
Und das nach einem Jahr im Rampenlicht. 2025 verkaufte Chevrolet in den USA 57.945 elektrische Equinox — das meistverkaufte Elektroauto des Landes, das kein Tesla war. Dann brach die Kurve ein. Von Januar bis Juni 2026 lieferten die Händler 16.249 Autos aus, ein Jahr zuvor waren es 27.749: ein Minus von 41,4 % und der Absturz auf Platz fünf der US-Rangliste.
Man könnte meinen, es sei Zeit, das Projekt still zu beerdigen. Stattdessen baut GM eine neue technische Basis für seinen vergleichsweise günstigen Elektro-Crossover. Nur gibt es zu BEV-N bislang keine einzige offizielle Angabe. Das Gerede über mehr Effizienz, eine billigere Batterie und schnelleres Laden bleibt Spekulation. Ein Chevrolet-Sprecher antwortete Car and Driver knapp: „Wir können zukünftige Produktpläne nicht kommentieren.“
Vorerst bleibt das aktuelle Auto ab 34.995 Dollar im Angebot. Die Version mit Frontantrieb schafft im EPA-Zyklus bis zu 319 Meilen, also rund 513 Kilometer, die Allradversion bis zu 307 Meilen oder etwa 494 Kilometer. Der Wechsel auf BEV-N soll diesen Preis halten oder mehr Leistung ohne spürbaren Aufschlag bringen. Versprochen hat GM davon bislang nichts.
Der nächste Prüfpunkt ist nicht das Design eines Prototyps, sondern die offizielle Bestätigung von Architektur und Produktionsplan. Bis dahin existiert die zweite Generation des Equinox EV nur in den Erzählungen von Personen, die mit den Plänen des Konzerns vertraut sind.