Drei handgeschaltete Subaru kommen bis 2027, und schuld ist ein einziges Wort

Drei handgeschaltete Subaru kommen bis 2027, und schuld ist ein einziges Wort
B. Naumkin
Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Subarus Technikchef nennt die alte Entwicklungsroutine langweilig. Jetzt gibt es eine eigene Abteilung für Sportmodelle, dazu einen WRX, einen schärferen BRZ und einen Fünftürer bis 2027.

Subarus Technikchef hat laut ausgesprochen, was Fans der Marke seit rund einem Jahrzehnt murmeln. Langweilig. Nur meinte Tetsuro Fujinuki damit nicht die Autos, sondern die Art, wie sie entstanden: eine Abstimmungsrunde, danach die nächste, und wieder fast dieselben Unterlagen.

„Wir haben beschlossen, mit der alten Vorgehensweise Schluss zu machen. Weil sie langweilig ist“, sagte Fujinuki.

Das war kein Nebensatz für ein Interview. Der Umbau steht längst im Organigramm: Seit dem 1. April 2026 arbeitet bei Subaru eine Product & Portfolio Innovation Division, und darin sitzt ein eigenes Sports Vehicle Planning Office, eine Abteilung nur für die Planung sportlicher Modelle. Die Division bestätigt ein offizielles Unternehmensdokument, die Verbindung zu künftigen Sportmodellen liefert das japanische BestCar.

Warum ausgerechnet jetzt? Laut Fujinuki ließen Abgasnormen und der Flottenverbrauch jahrelang keinen Platz für stärkere Benziner. Wachsende Hybrid- und Elektroverkäufe haben diese Schlinge gelockert, und die sportlichen Projekte bekamen endlich Luft.

Der neue Ansatz heißt: mehr digitale Entwicklung, weniger Zwischenfreigaben. Fujinuki versichert, die Entwicklung sei bereits schneller geworden und seine Ingenieure träfen mutigere Entscheidungen. Der Beweis sollen drei Sportwagen mit Handschaltung sein, die Subaru bis 2027 zugesagt hat — in erster Linie für den japanischen Markt.

Die Aufstellung sieht so aus. Erstens ein Serien-WRX mit Sechsgang-Handschaltung. Zweitens eine schärfere Variante des heckgetriebenen BRZ. Drittens, und das ist der spannendste Punkt, ein fünftüriger Sport-Hatchback: die Serienentwicklung der Studie Performance-B STI von der Japan Mobility Show 2025. Fujinuki selbst nennt ihn ein „bezahlbares Basisauto“. Klingt bescheiden. Genau so fangen die besten Geschichten an.

Mit diesem Fünftürer wird auch der Rennwagen High Performance X Version II in Verbindung gebracht: 2,4-Liter-Turbo-Boxer FA24, Allradantrieb, Sechsgang-Handschaltung, 364 PS und 475 Nm. Diese Werte auf ein Straßenmodell zu übertragen, hat Subaru nicht versprochen — doch es rechnen längst genug Leute stellvertretend nach.

Und trotzdem wiegt eine ganze Abteilung schwerer als die nächste Studie. Schöne Prototypen hat Subaru über die Jahre reichlich gezeigt, auf ein Band geschafft hat es fast keiner. Jetzt ist die Verantwortung für sportliche Produkte in der Struktur des Konzerns verankert. Offiziell bestätigt sind weder eine neue WRX-STI-Generation noch die Leistung des künftigen Fünftürers noch ein Verkauf der drei Modelle außerhalb Japans. Der nächste Prüfpunkt ist die Premiere des ersten Serienautos aus diesem Programm. Kein Messe-Prototyp.

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