Erinnert ihr euch an das winzige, drei Meter lange Konzeptfahrzeug Dacia Hipster? Es könnte inzwischen mehr sein als nur ein Show-Car. Patentbilder, die AutoWeek aufgespürt hat, zeigen eine merklich vereinfachte und deutlich praxistauglichere Version des Wagens — eine, die tatsächlich fürs Band bereit wirkt. Eine Designanmeldung allein bestätigt allerdings noch keine Serienfreigabe. Das Signal ist trotzdem da.
Die ungewöhnliche zweigeteilte Heckklappe des Konzepts ist verschwunden, ersetzt durch eine einzelne, seitlich öffnende Tür. Das Patent zeigt zudem gewöhnliche Außenspiegel, Reflektoren im Heckstoßfänger sowie einfache Ausstellfenster an den Seiten — Lösungen, die an den Citroen Ami und den Fiat Topolino erinnern. Auch die Front wurde vereinfacht: Zwischen den Scheinwerfern sitzt jetzt eine blanke Kunststoffblende. Kein unnötiges Design — nur das, was sich günstig pressen lässt.
Das ursprüngliche Hipster Concept misst gerade einmal 3 Meter, rund 700 mm kürzer als der Dacia Spring. Trotzdem finden vier Personen Platz, und der Kofferraum wächst von 70 auf 500 Liter. Das Prototypengewicht liegt unter 800 kg: kleine Batterie, minimale Ausstattung, einfache Konstruktion — alles, um Preis und Energieverbrauch niedrig zu halten. Zum Vergleich: Der aktuelle Spring startet in den Niederlanden bei 18.000 Euro.
Der Hipster könnte theoretisch noch eine Stufe darunter einsteigen — vor allem, wenn er in die von der EU vorgeschlagene Kompakt-EV-Kategorie M1E fällt. Die Europäische Kommission prüft eigene Anreize für Fahrzeuge bis 4,2 Meter Länge, die endgültigen technischen Anforderungen stehen aber noch nicht fest.
Und ein Konkurrent zeichnet sich bereits ab. Citroen hat offiziell bestätigt, ein erschwingliches E-Modell zu entwickeln, das vom legendären 2CV inspiriert ist — aufgebaut auf denselben Prinzipien: einfach, leicht, praktisch.
Das Patent zeigt, was aus dem Hipster werden könnte, beantwortet aber nicht die entscheidenden Fragen: Wo wird er gebaut, welche Batterie bekommt er, und was wird er am Ende kosten? Vorerst ist das eine realistischere Version des Konzepts — kein bestätigtes Serienauto.
Tarantas.news berichtete zuvor, dass Dacia den stärksten Sandero für Europa gebaut hat.