Nissan ließ die Karosserie unberührt, doch der Dayz wurde spürbar klüger

Nissan ließ die Karosserie unberührt, doch der Dayz wurde spürbar klüger
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Nissan hat den Kei-Car Dayz für Japan aufgefrischt: weiterer Kamerawinkel, USB-C und zwei neue Zweifarblackierungen – Motor und Karosserie bleiben unangetastet.

Ein unscheinbares japanisches Kei-Car spricht plötzlich die Sprache der Sicherheit. Am 27. Juli brachte Nissan einen überarbeiteten Dayz auf den japanischen Markt – und trotz großer Worte über ein „neues Modell“ bleibt die Generation dieselbe. Offiziell handelt es sich nur um eine punktuelle Anpassung der Ausstattung: Das letzte nennenswerte Facelift des Dayz gab es bereits 2023.

Im Zentrum des Updates steht nicht das Design, sondern die Elektronik. Nissan hat den horizontalen Blickwinkel der Frontkamera für die automatische Notbremsung vergroßert, wodurch das System Hindernisse erkennen soll, die es zuvor übersehen hätte. Wie stark der erfasste Bereich genau gewachsen ist und in welchen Situationen die Reaktion schneller ausfällt, verrät der Hersteller nicht.

Zur Serienausstattung gehören jetzt ein USB-Typ-C-Anschluss und eine Funktion, die den Fahrer nach der Fahrt daran erinnert, einen Blick auf die Rücksitze zu werfen – ein kleines Detail, das tragische Fälle vergessener Kinder verhindern kann. Außerdem wurde das Auto an neue regulatorische Vorgaben angepasst. Motoren, Getriebe und Karosserie werden nicht einmal erwähnt – sie bleiben exakt wie zuvor.

Der frontgetriebene Dayz X startet jetzt bei 1.500.400 Yen, der Allradler bei 1.677.500 Yen. Die Basisausstattung S ist aus der Preisliste komplett verschwunden. Zum Vergleich: Nach dem Facelift 2023 kostete die S-Version 1.437.700 Yen, die X-Version 1.478.400 Yen. Damit ist der X um 22.000 Yen teurer geworden, und die Einstiegsschwelle in das Modell stieg gleich um 62.700 Yen.

Zwei neue zweifarbige Varianten ergänzen die Palette: eine weiße Karosserie mit Dach in Cinnamon Latte sowie Frozen Vanilla Pearl mit Dach in Celadon Green. Bei allen zweifarbigen Autos sind die Türgriffe jetzt in der Dachfarbe lackiert – eine Kleinigkeit, die aber zeigt, dass sich die Designer wirklich Mühe gegeben haben. Die Sonderversion Highway Star Urban Chrome startet bei 1.811.700 Yen, die hellere Bolero-Variante bei 1.653.300 Yen.

Unterm Strich ist das ein Update für die Praxis, nicht für die Optik. Käufer bekommen modernere Ausstattung und ein schärferes Sicherheitssystem, aber keine neue Karosserie und keinen neuen Motor. Keine Revolution also. Vielleicht braucht es die hier auch gar nicht.

Zuvor hatte Nissan angekündigt, die Garantie auf seine Elektroautos auf sechs Jahre zu verlängern.

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