Der Integra kehrt heim, und über den Preis schweigt sich Honda eisern aus

Der Integra kehrt heim, und über den Preis schweigt sich Honda eisern aus
www.acura.com
Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Honda bestätigt: Der in den USA gebaute Acura Integra Type S kommt Ende 2026 nach Japan — Preis, Starttermin und Ausstattung bleiben offen.

Eine Legende kehrt heim — und stößt sofort auf eine Mauer des Schweigens. Honda hat es bestätigt: Der Acura Integra Type S kommt in der zweiten Jahreshälfte 2026 nach Japan. Punkt. Alles Weitere bleibt offen — kein Verkaufsstart, kein Preis, keine endgültige Ausstattung wurde genannt. Japanische Medien kursieren bereits mit einem Richtwert von knapp 9 Millionen Yen, doch das ist eine Vermutung, keine offizielle Zahl.

Der Wagen kommt direkt aus den USA unter dem Namen Acura — gebaut ausschließlich im Honda-Werk Marysville. Die US-Version hat Frontantrieb, einen 2,0-Liter-Turbomotor, ein 6-Gang-Schaltgetriebe und 310 lb-ft Drehmoment — rund 420 Nm. Die Leistung liegt laut SAE-Norm bei 320 PS, umgerechnet etwa 324 metrische PS.

Der fünftürige Integra Type S misst 4.725 x 1.900 x 1.407 mm und wiegt 1.460 kg. Technisch ist er fast ein Zwilling des Civic Type R, der in Japan 330 PS und dieselben 420 Nm leistet — aber schon ab 6.179.800 Yen zu haben ist. Und genau hier wird es spannend: Sollte Acura tatsächlich bei rund 9 Millionen Yen landen, wären das 2,82 Millionen Yen Aufpreis, gut 46 % mehr. Bezahlt wird dabei nicht für spürbar mehr Drehmoment, sondern für das Acura-Emblem, ein edleres Interieur und die schiere Seltenheit — eine Kombination, die in Japan schon immer ihren Preis hatte.

Die Händler spüren das Interesse bereits. Mitarbeiter zweier Autohäuser berichteten einem japanischen Medium, dass Besitzer europäischer Fahrzeuge — und auch Civic-Type-R-Fahrer — schon nachfragen. Wie viele Anfragen genau eingegangen sind, wurde nicht verraten, und Honda hat noch nicht einmal die Bestellungen freigeschaltet — von einem Ansturm zu sprechen wäre also verfrüht.

Die Auslieferung läuft über das neue Zertifizierungsverfahren für in den USA gebaute Fahrzeuge. Es erlaubt, in den USA produzierte und zertifizierte Autos als konform mit den japanischen Vorschriften anzuerkennen — sofern zusätzliche Sicherheits- und Emissionsauflagen erfüllt werden.

Die größten Unbekannten bleiben unverändert: der Preis in Japan, die Lenkradposition und die Liefermenge. Genau diese drei Faktoren entscheiden, ob der Integra Type S zu einem echten Rivalen des Civic Type R wird — oder ein teures Nischenspielzeug für Acura-Fans bleibt.

Zuvor hieß es, Pininfarina und JAS Motorsport würden einen Restomod des Acura NSX in die USA bringen.

Aktuelle Beiträge