Frankreich verschärft die Kontrolle von Fahrzeugen mit fehlerhaften Takata-Airbags. Wie L’Argus berichtet, fallen ab dem 1. Januar 2026 jene Autos bei der obligatorischen Prüfung durch, denen der Hersteller den sogenannten Stop-Drive-Status zugewiesen hat – also ein komplettes Nutzungsverbot bis zur Reparatur. Die Botschaft ist unmissverständlich: ohne Instandsetzung kein Einsatz im Straßenverkehr.

Schon ab dem 15. Februar 2025 müssen Prüfstellen festhalten, ob ein Fahrzeug mit Takata-Airbags ausgerüstet ist. Ab 2026 verweisen sie Halter auf eine Nachprüfung, wenn das Bauteil nicht ersetzt wurde. Der Mangel gilt als kritisch, weil er Fahrer, Mitfahrende und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Das Verkehrsministerium präzisiert, dass eine Prüfung erst dann als bestanden gilt, wenn der Airbag offiziell in einem Händlerbetrieb ersetzt wurde. Bis zur Reparatur bleibt das Fahrzeug außer Betrieb. Zur Überprüfung stützen sich die Prüfstellen auf die OTC-Datenbank, die die Hersteller mit Informationen zu schwerwiegenden Rückrufen beliefern müssen. Die Kopplung von Prüfablauf und Rückrufdaten bringt das System auf Linie – und macht Wegsehen praktisch unmöglich.

In Frankreich sind derzeit 2,8 Millionen Fahrzeuge mit Takata-Airbags unterwegs, davon 1,3 Millionen mit Stop-Drive-Status; rund 1,2 Millionen Einheiten wurden bereits ersetzt. Die Behörden wollen in den kommenden zwei Jahren den gesamten Bestand erfassen und die gefährlichen Systeme aus dem Verkehr ziehen, sodass jedes Auto lückenlos berücksichtigt ist. Die Größenordnung erklärt die harte Linie, der Terminplan lässt kaum Raum für Aufschub.