General Motors hat einen weiteren Schritt zur Digitalisierung seiner Fahrzeuge gemacht und sich die Marke Horizon Display sichern lassen. Der Antrag ging am 17. Dezember 2025 beim US-Patent- und Markenamt ein und umfasst elektronische Anzeigen, die in Instrumententafeln und Infotainmentsysteme von Fahrzeugen integriert sind.

Die Formulierung deutet auf eine Technik hin, die als fester Bestandteil des Autos gedacht ist – nicht als nachträglich angebautes Zubehör. Zwar nennt die Anmeldung keine konkreten GM-Modelle oder -Marken, doch der Name Horizon Display fügt sich stimmig in die aktuelle Ausrichtung des Konzerns.

In den vergangenen Jahren hat GM – wie viele Wettbewerber – die Bildschirme im Auto kontinuierlich vergrößert und aufgewertet, besonders in Elektroautos und den neuesten Verbrenner-Generationen. Digitale Anzeigen rücken damit ins Zentrum des Innenraum-Erlebnisses und verdrängen klassische Instrumente zunehmend. Das wirkt konsequent: Wer heute einsteigt, erwartet eine aufgeräumte, klar strukturierte Oberfläche.

Der neue Markenschutz passt logisch zu GMs Plan, ab 2028 eine zentralisierte Computerplattform einzuführen. Diese Architektur soll Global B ablösen und wesentliche Fahrzeugfunktionen in einem zentralen Rechner bündeln – vom Infotainment und Fahrerassistenzsystemen bis hin zu Lenkung und Sicherheitsfunktionen.

Das Unternehmen stellt in Aussicht, dass das System die Rechenleistung, die Datenbandbreite und die Möglichkeiten für kabellose Software-Updates multiplizieren soll.

Ein zentrales Merkmal der Plattform ist die Unabhängigkeit von der Hardware, wodurch sich Komponenten austauschen lassen, ohne die Software neu zu schreiben. In diesem Kontext könnte Horizon Display mehr sein als nur ein Bildschirm: Es wäre die visuelle Schnittstelle für KI-Funktionen, automatisiertes Fahren und smarte Assistenten, die GM in Richtung 2026 und darüber hinaus entwickeln will. Die Richtung zeichnet sich klar ab: Die Software gibt das Tempo vor, die Hardware lässt sich leichter weiterentwickeln.

Horizon Display erscheint damit als Fundament für eine neue Innenraum-Philosophie bei GM, in der der Bildschirm zum Kommandozentrum des Autos wird. Die frühzeitige Markeneintragung signalisiert langfristige Absichten statt einer einmaligen Technikidee. Liefert GM die angekündigten Rechenressourcen, könnte Horizon zu einem Namen heranwachsen, der ähnlich präsent ist, wie es OnStar einst war.