Hino Motors gibt Kontrolle über sechs Tochtergesellschaften ab – Mehrheiten an HO TAI MOTOR und Aichi Hino Motors
Hino Motors überträgt nach Beschluss die Kontrolle über sechs Tochterfirmen: Mehrheiten an HO TAI MOTOR und Aichi Hino – im Zuge der Fuso-Integration.
Hino Motors teilte mit, nach der Zustimmung des Vorstands vom 18. Dezember 2025 die unternehmerische Kontrolle über sechs vollkonsolidierte Tochtergesellschaften abzugeben. Das Unternehmen veräußert 80-Prozent-Beteiligungen an fünf Einheiten an Taiwans HO TAI MOTOR: Higashi Hokkaido Hino Motors, Hokkaido Hino Motors, Miyagi Hino Motors, Fukushima Hino Motors und Minami Kanto Hino Motors. Zudem werden 88,5 Prozent an Shizuoka Hino Motors an Aichi Hino Motors übertragen.
Der Schritt steht im Zusammenhang mit Wettbewerbsrisiken, da Hino eine geschäftliche Integration mit Mitsubishi Fuso Truck and Bus vorbereitet. Ein entsprechendes Integrationsabkommen zwischen Hino, Mitsubishi Fuso, Toyota und Daimler Truck wurde am 10. Juni 2025 unterzeichnet. Hino betont, die Übertragung der Kontrolle solle ein lebendiges Wettbewerbsumfeld im Nutzfahrzeugsegment sichern, sodass die Hersteller auch nach dem Zusammenschluss weiter um Verkaufszahlen konkurrieren. Aus Branchensicht wirkt das wie ein pragmatischer Weg, die Risiken zu adressieren und die alltägliche Rivalität auf der Verkaufsebene zu erhalten. Unterm Strich erscheint die Neuordnung weniger wie ein Rückzug, sondern eher wie eine klare Rollenverteilung vor dem geplanten Schulterschluss.
HO TAI MOTOR verkauft seit mehr als 70 Jahren Hino-Lkw in Taiwan und betreut das Vertriebsnetz für Hino, Toyota und Lexus; das Unternehmen ist an der Taiwan Stock Exchange gelistet. Aichi Hino Motors vertreibt Hino-Fahrzeuge in der Präfektur Aichi auf Basis eines Händlervertrags. Aus den Anteilsverkäufen erwartet Hino einen einmaligen Ertrag im Berichtszeitraum, der im April 2026 beginnt.