Mercedes-Benz schließt Vergleich im Diesel-Skandal mit 48 US-Bundesstaaten
Mercedes-Benz erzielt in den USA einen Vergleich über 149,6 Mio. Dollar im Diesel-Emissionsfall: Software-Update, verlängerte Garantie und 2.000 $ für Besitzer.
Mercedes-Benz hat sich mit US-Bundesstaaten auf einen Vergleich zur Beilegung einer langwierigen Untersuchung wegen mutmaßlicher Manipulationen der Diesel-Emissionen geeinigt. Nach Angaben der US-Anklagebehörden beläuft sich die Einigung auf 149,6 Millionen Dollar und umfasst 48 Bundesstaaten sowie Puerto Rico und den District of Columbia. Der Konzern erklärt, damit seien die dieselbezogenen Ansprüche auf Ebene der Bundesstaaten in den USA im Wesentlichen erledigt; auf den Nettogewinn habe das keinen Einfluss, da die Kosten bereits zurückgestellt wurden.
Im Kern geht es um den Vorwurf, dass in Dieselmodellen nicht offengelegte Software die Emissionen während offizieller Tests senkte, während sie im Alltagsbetrieb deutlich über den Grenzwerten liegen konnten. Im Rahmen der Vereinbarung finanziert Mercedes die Installation einer genehmigten Softwareänderung in betroffenen Fahrzeugen, gewährt eine verlängerte Garantie und zahlt 2.000 Dollar an Besitzerinnen und Besitzer sowie Leasingnehmer, deren Wagen die erforderliche Reparatur erhalten.
Die Vereinbarung legt auch fest, wie die Zahlungen an die Bundesstaaten funktionieren: Ein erheblicher Anteil fließt vorab, der Rest kann geringer ausfallen – je nachdem, wie viele Fahrzeuge tatsächlich repariert, zurückgekauft oder außer Betrieb genommen werden. Der Vergleich verlangt zudem Vorkehrungen, um ähnliche Probleme künftig zu verhindern, und sieht eine Aufsicht vor; das Ergebnis steht unter dem Vorbehalt der gerichtlichen Genehmigung. In der Praxis zielt die Struktur erkennbar auf greifbare Ergebnisse – mehr reparierte oder aus dem Verkehr gezogene Fahrzeuge – statt auf bloßes Abhaken.