GM hat über die Marke Cadillac damit begonnen, eine begrenzte Zahl von Lyriq- und Optiq-Besitzern in ein Beta-Programm für den lange erwarteten Digital Key einzuladen. Nach Angaben von Besitzern erhielt die erste Welle vor allem Kundinnen und Kunden, die bereits einen Lyriq oder Optiq des Modelljahrs 2026 übernommen haben. Für die Marke ist das ein bedeutsamer Schritt: Ein Smartphone als Fahrzeugschlüssel gilt im Premium-Segment inzwischen als gesetzt, und Cadillac will diese Erwartung augenscheinlich erfüllen.

Der Digital Key kommt per Over-the-Air-Update und macht ein kompatibles iPhone oder eine Apple Watch zum primären Fahrzeugschlüssel. Der Kern ist simpel: Türen ver- und entriegeln sowie den Wagen starten – ganz ohne klassischen Funkschlüssel. Für den schlüssellosen Zugang erkennt das Fahrzeug das Smartphone in etwa zwei Metern Entfernung zur Tür; das Gerät kann in der Tasche bleiben, die Berechtigung liegt in der digitalen Wallet. Das wirkt im Alltag angenehm reibungslos.

Über den Zugang und das Starten hinaus stehen innerhalb der Bluetooth-Reichweite in der Wallet weitere Funktionen bereit: etwa der Fernstart, um den Innenraum vorzuheizen oder zu kühlen, sowie die Steuerung der Heckklappe. Ein weiteres Plus ist die Zugangsteilung: Die Besitzerin oder der Besitzer kann bis zu drei weiteren Personen direkt aus der Wallet heraus einen digitalen Schlüssel freigeben – der Ablauf erinnert an das Versenden einer Datei. Die Obergrenze von drei klingt zurückhaltend, dürfte in der Praxis aber meist genügen.

Für den Notfall gibt es eine Absicherung: Eine physische Schlüsselkarte, die beim Lyriq ab 2025 beiliegt, hilft, wenn das Telefon verloren geht oder leer ist. Besitzer berichten zudem, dass die Teilnahme an der Beta an bestimmte FINs geknüpft ist, es Einschränkungen bei kompatiblen Geräten gibt und die Schlüsselkarte Voraussetzung ist – ein vorsichtiger, aber sinnvoller Schutz, wenn ein Telefon den klassischen Schlüssel ersetzt.