Die Farbe eines Autos kann beeinflussen, wie schnell andere Verkehrsteilnehmer es wahrnehmen – und das spiegelt sich in Unfallstatistiken wider. Entscheidend ist der Kontrast zur Umgebung, der je nach Licht, Wetter und Umfeld variiert.

Dunkle Lacke – Schwarz, Dunkelblau, Dunkelgrün, Graphit – verschmelzen leichter mit Asphalt, Gebäudeschatten und dem nächtlichen Hintergrund. Studien deuten darauf hin, dass solche Fahrzeuge häufiger in Unfälle verwickelt sind, weil sie aus der Distanz schwerer zu erkennen sind, besonders beim Spurwechsel und Abbiegen.

Helle Töne – Weiß, Silber, Beige – reflektieren mehr Licht und bleiben bei Tag wie bei Nacht leichter unterscheidbar. Auffällige Farben wie Gelb, Orange und Rot ziehen den Blick schneller an und erzeugen im Stadtverkehr wie auf freien Strecken einen stärkeren visuellen Kontrast.

Das Wetter verstärkt diesen Effekt. Bei Regen und Nebel treten dunkle Autos noch weiter in den Hintergrund, während Grau und Silber mit trübem Himmel und nasser Fahrbahn verschmelzen können. Hinzu kommen schlechte Beleuchtung und dicht bebaute Stadtbereiche, die die Sicht zusätzlich einschränken.

Fachleute betonen allerdings, dass die Lackfarbe kein ausschlaggebender Sicherheitsfaktor ist. Das Unfallrisiko wird deutlich stärker vom Fahrverhalten, dem technischen Zustand des Fahrzeugs und vorhandenen Assistenzsystemen geprägt. In der Praxis kann eine kontraststärkere Farbe einen kleinen, pragmatischen Vorteil bringen – besonders bei häufigen Nachtfahrten oder schlechtem Wetter; im Zweifel überzeugt Sichtbarkeit mehr als ein modischer Ton. Den entscheidenden Unterschied machen dennoch aufmerksames Fahren und ein Auto in einwandfreiem Zustand, nicht die Farbe der Karosserie.