GM und NHTSA untersuchen Takata-Airbagriss im GMC Sierra
Nach einem Airbag-Aufriss im GMC Sierra 2010 prüfen NHTSA und GM den Takata-Rückruf. Fakten, Risiken, Reparaturquote – warum Halter die VIN checken sollten.
In den USA haben die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA und General Motors eine Untersuchung zu einem Unfall mit einem GMC Sierra aus dem Jahr 2010 eingeleitet. Dabei wurde ein Beifahrer verletzt, als der Airbag beim Auslösen aufriss.
Das Wall Street Journal berichtet, dass für das Fahrzeug ein offener Rückruf wegen fehlerhafter Takata-Airbags vorlag. Die Ermittler prüfen, ob das System korrekt funktionierte und ob es sich um ein ursprüngliches Takata-Bauteil oder um einen Ersatz-Gasgenerator handelte. Angaben zu Datum und Ort des Vorfalls sind bislang nicht bestätigt.
GM teilte mit, man habe noch keinen Zugriff auf das konkrete Fahrzeug; Aussagen ohne vorherige Inspektion seien verfrüht. Ein Rückruf für bestimmte GMC-Sierra-Modelle aufgrund von Takata-Airbag-Problemen war 2021 bekanntgegeben worden.
Die NHTSA erinnerte die Öffentlichkeit daran, dass nicht reparierte Takata-Airbags eine unmittelbare Gefahr darstellen. Nach Angaben der Behörde gibt es 28 bestätigte Todesfälle in den USA im Zusammenhang mit den Defekten. Das Wall Street Journal nennt für den Zeitraum 2015 bis 2024 mindestens 12 Todesopfer. Bei den von GM betroffenen Fahrzeugen ist bisher nur etwa die Hälfte instandgesetzt – ein Hinweis darauf, wie zäh sich dieser Rückruf-Marathon zieht.
Für Fahrerinnen und Fahrer, besonders in älteren Modellen, macht der Fall deutlich, wie entscheidend es ist, offene Rückrufe zu prüfen und Reparaturen zügig zu vereinbaren. Das seit Jahren schwelende Takata-Thema bleibt hochaktuell; solange Rückrufe unvollständig bleiben, bleibt zu viel dem Zufall überlassen.